Eröffnung an Pfingsten 2022

Baustelle statt Sportanlage: Die Arbeiten verzögern sich

13.7.2021, 12:38 Uhr
Die Fertigstellung der Hersbrucker Freisportanlage mit der 400-Meter-Rundbahn entwickelt sich wegen Lieferproblemen beim Material zur Hängepartie.

Die Fertigstellung der Hersbrucker Freisportanlage mit der 400-Meter-Rundbahn entwickelt sich wegen Lieferproblemen beim Material zur Hängepartie.

„Es kommt einem so vor, als ob in den letzten Monaten nur Dreck hin- und hergeschoben wurde“, sagte Bürgermeister Robert Ilg in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Zweckverbandes Sportzentrum und spielte damit darauf an, dass vom Fortschritt auf dem Sportfeld wenig zu erkennen ist. Doch der Schein trügt. Im Untergrund wurden Leitungen für die Drainage und Bewässerung verbuddelt, Hartplätze und Bahn sind ebenfalls schon in den Konturen zu erkennen. Im April hieß es auf der Baustelle nach Schnee und Dauerregen „Land unter“, sprich es ging nichts. Deshalb liegen die Arbeiten rund drei Wochen hinter dem Zeitplan, sagte Thomas Prechtel von der Hersbrucker Bauverwaltung den Verbandsräten. Rechtzeitig vor dem Winter wird der Rollrasen aufgebracht, der dann genug Zeit zum Anwachsen hat.

Lieferung verzögert sich

Die „Hiobsbotschaft“, so Thomas Prechtel, betrifft den Oberbelag der Laufbahn. Die Firma, die das spezielle Gummigranulat produziert, kann die gewünschte Menge erst im Spätherbst liefern. Dann aber sind die Temperaturen für ein Auftragen zu niedrig. Zumindest würde das Unternehmen keine Gewährleistung übernehmen. Die Fertigstellung des Sportplatzes wird deshalb ins nächste Frühjahr vertagt. Thomas Prechtel rechnet mit Eröffnung der runderneuerten Anlage etwa an Pfingsten 2022. Bis dahin soll auch das Gebäude für Schulgeräte und Traktor stehen. Die Kosten liegen derzeit im Limit. Die Ausschreibungen hatten in der Summe Ausgaben im Umfang von 1,73 Millionen Euro erbracht.

Blau statt rot?

Aus den Reihen eines Hersbrucker Leichtathletikvereins war der Wunsch gekommen, künftig auf einem blauen Untergrund zu laufen. In Bayern gibt es nur wenige Tartanbahnen, die nicht rot sind. Robert Ilg griff den Vorschlag auf. Fachlich spricht nichts dagegen, sagte Thomas Prechtel. Schließlich werde das Granulat aus Altreifen gewonnen. Zum Beispiel wäre auch Grün möglich.Landrat Armin Kroder zeigte sich etwas amüsiert bis verwundert, signalisierte aber seine Unterstützung. Kreistagsmitglied und Zweckverbandsrat Marcus Seitz fand die Idee einfach „cool“. Ilg schränkte ein, dass die andere Farbe nicht mehr kosten darf als das herkömmliche Rot. Außerdem möchte er noch die Schulleiter fragen, ob sie Einwände zu der optischen Änderung haben.

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