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Donnerstag, 20.06.2019

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Großeinsatz: Soko "Vorra" durchsucht Neonazi-Hütte

Sonderkommission wurde nach Brandanschlag auf Flüchtlingsheime aktiv - 19.12.2014 18:55 Uhr

Hier öffnet die Polizei gerade das Wochenendhaus. © S. Fuchs


Das kleine Holzhaus, geschmückt mit der Frankenflagge, steht seit längerem unter der Beobachtung von Polizei und Staatsschutz. Denn den Menschen in Vorra war nicht verborgen geblieben, dass sich dort junge Männer mit rechter Gesinnung getroffen haben.

Bürgermeister Volker Herzog: "Wir wussten davon. Beispielsweise am Todestag von Hitler-Stellvertreter Rudolf Hess trafen sie sich und sangen das Horst Wessel-Lied." Ein Anwohner, der nur wenige hundert Meter entfernt von dem Haus unterhalb der Vorraer Wacht wohnt: "Deren Gesänge und Parolen waren noch bis ins Dorf zu hören." Weggeschaut oder weggehört hat in Vorra keiner - diese Informationen wurden der Polizei weitergegeben. Polizei und Staatsschutz beobachteten fortan das Gebäude und die Gäste. 

Nun also Großeinsatz: Die Holzhütte wurde geöffnet und durchsucht. Auch Taucher der Bereitschaftspolizei Nürnberg suchten die Pegnitz flußabwärts nach eventuell entsorgten Beweismitteln ab - in Frage käme die Sprühdose mit roter Farbe, mit der ausländerfeindliche Parolen in der Brandnacht auf ein Gebäude gesprüht wurden, oder auch Behälter, in denen der Brandbeschleuniger transportiert wurde. Dutzende Angehörige der Bereitschaftspolizei durchsuchten auch Zentimeter um Zentimeter akribisch das gesamte Grundstück un die nähere Umgebung der Hütte.

Bilderstrecke zum Thema

Feuer und Hass: Geplante Flüchtlings-Unterkünfte brannten

Drei geplante Flüchtlingsunterkünfte haben Mitte Dezember 2014 in Vorra (Nürnberger Land) gebrannt. An einem Anbau waren rechtsradikale und fremdenfeindliche Schmierereien angebracht worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.


 

Siegfried Fuchs

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