Ist Staunässe der Grund?

Kein Storchennachwuchs in Hersbruck

19.6.2021, 16:08 Uhr
Das Nest auf dem Wassertor ist verlassen, der Storch putzt sein durchnässtes Gefieder. Zuvor schien es so, als ob es doch Hoffnung auf Nachwuchs geben könnte.

Das Nest auf dem Wassertor ist verlassen, der Storch putzt sein durchnässtes Gefieder. Zuvor schien es so, als ob es doch Hoffnung auf Nachwuchs geben könnte.

Das Paar zeigte wochenlang wie es sich stets beim Brüten abwechselte und zum bevorstehenden Schlüpfen der Jungen vermehrt Nistmaterial anflog. Anfang Juni sah es ganz danach aus, dass Jungen geschlüpft waren.

Ein paar Tage später wurde das Storchennest jedoch immer öfter von beiden Störchen über einen längeren Zeitraum verlassen aber das würden „frischgebackene“ Storcheneltern niemals machen. Es bleibt immer ein Storch bei den Jungen, um sie vor Räubern, Nässe und Sonne zu schützen.

Hinweis auf Staunässe

Storchenliebhaberin Tina Klausen fiel auf, dass besonders das Bauchgefieder der Altstörche trotz längeren Regenpausen sehr nass und schmutzig war. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich Staunässe im Nest gebildet hat. Meist geschieht das durch herumliegendes Plastik, das die Störche für Nistmaterial halten und in das Nest einbringen. Das ist sehr oft das Todesurteil für die kleinen Storchenküken.


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Nun hat das Storchenpaar keine Fürsorgepflicht mehr und nutzt den Dachreiterhorst nur noch als Schlafplatz oder wenn es sich gestört fühlt und flüchten muss.

Neuer Versuch

Da über die Zeit eine gute Nest- und Partnerbindung entstanden ist, kann es gut sein, dass sich das Paar im nächsten Frühjahr wieder auf dem Hersbrucker Wassertor niederlässt und einen erneuten Versuch startet.

Gut wäre es, wenn man im Januar oder Februar mithilfe der Feuerwehr das Nest reinigen und mit frischem Nistmaterial vorbereiten würde, schreibt Klausen. Jetzt rät sie davon noch ab, um die Störche nicht zu vergrämen.

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