Bürgerverein „Lebendiges Offenhausen“

Neue Mitfahrbank in Offenhausen

6.7.2021, 14:57 Uhr
Werner Pfaffenberger (links) vom Bürgerverein „Lebendiges Offenhausen“ und Bürgermeister Martin Pirner weihen die Mitfahrbank ein.

Werner Pfaffenberger (links) vom Bürgerverein „Lebendiges Offenhausen“ und Bürgermeister Martin Pirner weihen die Mitfahrbank ein.

"Wir wollen damit die Mobilität für diejenigen verbessern, die kein oder noch kein Auto haben", fasst Werner Pfaffenberger die Beweggründe in Worte. Er hatte die Idee schon länger im Kopf, sie letztlich initiiert und gemeinsam mit seinen Kollegen vom Bürgerverein "Lebendiges Offenhausen" sowie der Gemeinde umgesetzt.

Nun steht die Bank also direkt am Bushäuschen. Doch warum da und warum braucht es sie überhaupt, wenn eine öffentliche Beförderung vorhanden ist? Nur während der Schulzeit seien die Verbindungen einigermaßen gut, in den Ferien würden die mauer und das Anrufsammeltaxi gebe es nicht mehr, erklären einige Vereinsmitglieder. Also hörte sich Pfaffenberger bei anderen Kommunen um, die bereits eine Mitfahrbank haben. "Die werden vor allem bei schönem Wetter in Anspruch genommen", weiß er nun. Für ihn und den Bürgerverein bedeutet das, die Sitzgelegenheit im Herbst und Winter aber dennoch entsprechend zu pflegen, betont Pfaffenberger.

Dank der Erfahrungen der anderen kam er auf den Standort in der Ortsmitte: "Hier ist die Hauptstraße mit viel Verkehr, so hat man eine gute Anbindung." Damit ein Vorbeifahrender auch gleich sieht, wohin der Wartende möchte, gibt es drei klappbare Metallschilder: Engelthal, Henfenfeld und Hersbruck stehen da drauf. "Wir wollen so das ganze Hammerbachtal erschließen."

Für jeden Ort?

Der Wunsch sei es, die anderen Kommunen mit ins Boot zu holen und weitere Bänke im Tal bis hinauf nach Kucha aufstellen zu lassen. Dazu habe Bürgermeister Martin Pirner schon "die Fühler ausgestreckt". Engelthal ist laut Pirner von der Idee angetan, überlege allerdings noch, wie am besten mit den Außenorten zu verfahren sei.

Begeisterung hätten die Organisatoren des Bürgervereins bereits in den sozialen Medien zu spüren bekommen: "Es gab durchweg eine positive Resonanz auf die Bank", verrät Pfaffenberger. Und betont zugleich: "Unser Angebot soll eine Ergänzung sein, keine Konkurrenz zu Bus oder Taxi."

Vernetzung per App

Während man da weiß, wann das Transportmittel kommt, ist bei der Mitfahrbank Geduld gefragt. Noch. "Ich wohne in Oberndorf und da würde ich bis zum Lebensende auf jemanden warten", schilderte Gemeinderat Gerd Müller die Situation sehr anschaulich. Er regte eine App oder telefonische Lösung an, mit der sich Mitreisende und Fahrer vernetzen könnten.

Das schwirrt Pfaffenberger auch schon im Kopf herum. Bis der Bürgerverein dafür das passende Modell ausgetüftelt hat, heißt es warten – aber mit Lesestoff. Denn das Büchertauschboard des Vereins hat mit Zustimmung der Gemeinde zwischenzeitlich einen Platz im Bushäuschen gefunden.

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