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Plakat-Aktion in Vorra: Bürger zeigen Solidarität mit Flüchtlingen

Über 30 Hinweise: Ermittler suchen weiter nach Tätern des Brandanschlags - 27.12.2014 16:31 Uhr

In der mittelfränkischen Gemeinde Vorra bekunden Plakate die Solidarität mit den Flüchtlingen. © S. Fuchs


Mit dieser Plakat-Aktion wollen die Mitglieder ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit Flüchtlingen setzen. Das Bild des Plakates zeigt eine Menschenkette um die zerstörten Häuser, die fast 400 Besucher nach einem bewegenden Gottesdienst am dritten Adventssonntag gebildet hatten, um so ihre Solidarität mit den Asylsuchenden zum Ausdruck zu bringen. Begleitet vom Posaunenchor, sangen die Menschen damals „Bleibet hier und wachet mit mir!“

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Hand in Hand gegen den Hass: Vorra solidarisiert sich

Der Schock über den Brandanschlag auf Flüchtlingshäuser sitzt bei den Bürgern in Vorra noch tief. Plötzlich ist ihre Heimat deutschlandweit bekannt, von der "Schande von Vorra" war die Rede. Mit mehreren Aktionen wollten die Einwohner ein klares Zeichen setzen, sie alle wollen deutlich machen: Die Tat, die vermutlich einen rechtsextremen Hintergrund hat, geschah nicht in unserem Namen.


Auch zweieinhalb Wochen nach dem Brandanschlag auf die bezugsfertigen Flüchtlingsunterkünfte im mittelfränkischen Vorra suchen die Ermittler weiter nach den Tätern. Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums auf Nachfrage mitteilte, sind bei der Sonderkommission "Vorra" bereits über 30 Hinweise eingegangen. Aber auch bei dem regelmäßig im Rathaus anwesenden Kriminalbeamten haben sich Bürger mit wichtigen Angaben gemeldet. Dankbar ist die Soko vor allem nach wie vor über Fotos vom Brandgeschehen und den Löscharbeiten.

Der Kripo-Mann ist indes auch weiterhin vor Ort für jeden Hinweisgeber erreichbar - von Montag, 29. Dezember, bis Mittwoch, 31. Dezember, und am Freitag, 2. Januar, jeweils von 16 bis 18 Uhr im Rathaus. An diesen Tagen ist der Kontaktmann auch telefonisch erreichbar unter der Nummer 0174/4478872. Ebenso ist das Hinweistelefon unter 0800/7766320 geschaltet.

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Feuer und Hass: Geplante Flüchtlings-Unterkünfte brannten

Drei geplante Flüchtlingsunterkünfte haben Mitte Dezember 2014 in Vorra (Nürnberger Land) gebrannt. An einem Anbau waren rechtsradikale und fremdenfeindliche Schmierereien angebracht worden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.


Hersbrucker Zeitung

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