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250 Mitarbeiter betroffen: Bei Schaeffler beginnt die Kurzarbeit

IG Metall hatte der Maßnahme zugestimmt - Krise in der Branche - 02.09.2019 08:24 Uhr

Im Werk Erlangen-Frauenaurach beginnen von September an etwa 250 der 500 dort beschäftigten Mitarbeiter die Kurzarbeit.


Durchschnittlich reduziere sich die Arbeitszeit bei den etwa 250 betroffenen Mitarbeitern von Schaeffler um etwa ein Viertel, wie das Unternehmen bekanntgab. Der Einkommensverlust soll laut Informationen des BR zu zwei Dritteln durch das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit ausgeglichen werden. Betroffen von der Kurzarbeit ist die Abteilung, die Maschinen zur Herstellung von Wälzlagern produziert. Wie lange genau die Kurzarbeit andauere, wollte der fränkische Autozulieferer nicht sagen: Der Schritt gelte "bis auf Weiteres".

In den vergangenen Wochen seien zwar bereits Überstunden abgebaut worden, doch die Auftragslage sei weiterhin schlecht. Der Arbeitnehmerverband IG Metal hätte der Kurzarbeit zugestimmt, um drastischere Maßnahmen zu vermeiden, sagte Betriebsrätin Andrea Grimm.

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Vom 1. Dezember an sollen die Verträge von Mitarbeitern, deren Arbeitszeit von 35 auf 40 Stunden erhöht wurde, wieder auf die tariflich vereinbarte 35-Stunden-Woche zurückgeführt werden, sagte eine Unternehmenssprecherin am vergangenen Mittwoch in Herzogenaurach.

Dies gelte für erste Unternehmensbereiche, anschließend solle über die gleiche Maßnahme in weiteren Bereichen entschieden werden. Schaeffler-Standorte ohne Tarifbindung sowie der Standort Bühl, wo ein anderer Tarifvertrag gelte, seien ausgenommen. Bereits im März hatte das Unternehmen einen Krisenplan vorgestellt, der unter anderem die Möglichkeit von Kurzarbeit und zusätzliche Schließtage an Brückentagen vorsieht.

"Ziel der gesamten Maßnahmen ist es weiterhin, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", so die Sprecherin.

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jm/dpa

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