Großes Projekt

Aurachtal: Gemeinderat stimmt für PV-Freiflächenanlage

Matthias Kronau
Matthias Kronau

Redaktion Herzogenaurach

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19.9.2021, 12:08 Uhr
Die geplante Freiflächenanlage nördlich von Lenkershof und nordwestlich von Falkendorf: Gelb markiert sind die geplanten PV-Flächen, grün die Ausgleichsflächen. 

Die geplante Freiflächenanlage nördlich von Lenkershof und nordwestlich von Falkendorf: Gelb markiert sind die geplanten PV-Flächen, grün die Ausgleichsflächen.  © Brehm Projektentwicklung, NN

Aufgrund aufwendiger Vorarbeiten dürfte die Anlage, die auf zwei getrennten Flächen mit insgesamt etwa 14,6 Hektar Größe entsteht, „frühestens in zwei Jahren“ an den Start gehen, schätzt Bürgermeister Klaus Schumann. Denn neben den eigentlich baulichen und technischen Planungen wird es auch darum gehen, ein genossenschaftliches Betreibermodell umzusetzen. Angestrebt wird, dass möglichst viele Aurachtaler selbst Anteile erwerben und damit selbst direkt profitieren können.

Kaum noch als störend wahrnehmbar

Die Diskussion um die PV-Flächen war monatelang intensiv geführt worden. Unter anderem ging es um die Frage, wie sehr die Anlage ins Auge sticht, insbesondere aus Richtung der Wohngebiete Aurachtals. Es kam zu einigen Umplanungen. Die Anlage, so Felix Rost von der Projektentwicklung Friedrich Brehm aus Dietersdorf (Vestenbergsgreuth), sei nun, auch durch umfangreiche Umplanungen, kaum noch als störend wahrnehmbar.

Mit Ausgleichsflächen gleich daneben

Auf reinen Ackerflächen mit geringer Ertragsfähigkeit (Bodenzustandsstufen fünf bis sechs auf einer Skala von eins bis sieben) sollen durch verschiedene (Ausgleichs-)Maßnahmen aus einer "eher aufgeräumten Flur" auch ein "Rückzugs- und Erholungsraum" für Tiere und Insekten entstehen. Die PV-Module werden durch Hecken umrahmt, zudem entstehen am Rande - zusätzlich zu den 14,6 Hektar - Ausgleichsflächen.

Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit

Freilich: Natürlich geht es auch um die Energiewende, und um die Tatsache, dass sich die Anlage auch amortisieren soll. Nach den langen Vorüberlegungen zeigte sich der Gemeinderat nun einmütig überzeugt von dem Konzept und stimmte dafür, die entsprechenden Verfahren einzuleiten. Nicht mitstimmen durften bei diesem Projekt wegen direkter Betroffenheit aufgrund von Eigentum bzw. Pacht nicht die Gemeinderäte Thomas Schuh und Manfred Engelhardt.

Zu den technischen Daten: Geplant sind rund 46.000 Module mit je 380 Watt Leistung. Gesamtleistung: 17,5 MWp. Maximale Höhe der aufgeständerten Module: 3,2 Meter. Einspeisung ins Mittelspannungsnetzt (20 kV) bei Burgstall.

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