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Aurachtal will Flächennutzungsplan erneuern

Matthias Kronau
Matthias Kronau

Redaktion Herzogenaurach

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24.9.2021, 12:05 Uhr
Es kommt auf den Blickwinkel an: idyllisches Aurachtal. Hier Münchaurach.

Es kommt auf den Blickwinkel an: idyllisches Aurachtal. Hier Münchaurach. © Matthias Kronau, NN

Bürgermeister Klaus Schumann hatte am Mittwoch einen Stadtplaner vom „Topos Team - Stadt- und Landschaftsplanung“ aus Nürnberg eingeladen. Thomas Rosemann erläuterte die Grundgedanken eines Flächennutzungsplans, der für eine Perspektive von rund zehn bis 15 Jahren systematisch erfassen soll, wie in einer Stadt oder Gemeinde der Boden langfristig genutzt werden sollen. Wo kann, wo soll noch geplant und bebaut werden?

Alle Themen fließen ein

Praktisch alle wesentlichen Fragen von Wohn- und Gewerbebau, Verkehr, sozialer Infrastruktur, Landwirtschaft und Natur- und Umweltschutz können und sollten in einem solchen Aufstellungsprozess verhandelt werden.

Auch eine Frage, die bei der Gesamtfortschreibung des FNP bedacht werden muss: Wie viel Fläche soll künftig noch für neue Wohnbebauung verwendet werden?

Auch eine Frage, die bei der Gesamtfortschreibung des FNP bedacht werden muss: Wie viel Fläche soll künftig noch für neue Wohnbebauung verwendet werden? © Matthias Kronau, NN

Dass es in Aurachtal wieder an der Zeit ist, den Flächennutzungsplan in einer Gesamtschau fortzuschreiben, machten zwei Äußerungen deutlich. Gemeinderat Jan Heller (CSU), vor 17 Jahren noch nicht im Rat, sprach von einem „Drunter und Drüber“, das es seiner Auffassung nach bei den Planungen in Aurachtal manchmal gebe. Er jedenfalls freue sich darauf, wenn bei der Erarbeitung eines FNP alles im Zusammenhang betrachtet werde.

Viele Einzelprojekte

Von einem „Drunter und Drüber“ wollte Peter Jordan (ÜWB), dienstältester Gemeinderat, nicht sprechen. Es sei schlichtweg so gewesen, dass man sich in den vergangenen Jahren stets mit Einzelprojekten befasst habe. Insofern sei es jetzt aber in der Tat sinnvoll, eine Gesamtschau anzustreben.

Thomas Rosemann hat sich schon ein bisschen mit der Gemeinde befasst. Insgesamt gebe es in der Gemeinde bereits einige Bausteine (Hochwasserkartierung, PV-Projekte), die in die Gesamtfortschreibung einfließen würden. „Eine wichtige Frage dürfte sein, wie es mit der Einwohnerentwicklung und der benötigten Wohnbaufläche weitergeht.“ Stimmen die bisherigen Zahlen und Schätzungen? Außerdem müsste sich die Gemeinde im FNP-Prozess unter anderem klarwerden, wie ernsthaft die Idee einer großen Umgehung verfolgt würde. Ist sie realistisch umsetzbar, ist sie sinnvoll?

Der Planer vom Topos-Team, der unter anderem auch die FNP-Prozess in Weisendorf begleitet hat, betonte, dass er noch keinen offiziellen Auftrag der Gemeinde habe. „Aber die Gemeinde interessiert mich, ja, wir würden das gerne machen.“ Letztlich muss der Gemeinderat noch in einem festgelegten Verfahren entscheiden, welches Büro den Zuschlag bekommt.

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