Dienstag, 22.10.2019

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Den Longhorns gelingt zum Auftakt in Vilsbiburg ein Coup

Herzogenaurachs Basketballer gewinnen zum Regionalliga-Beginn sensationell - 22.09.2019 21:02 Uhr

Der Trainer und sein Meisterschüler: Larry Hall (links) erzielte 31 Punkte gegen Vilsbiburg - zur Freude von Coach Nikola Jocic (rechts). © Thomas Hahn


Überglücklich über diesen Überraschungscoup fielen sich die Herzogenauracher nach Spielende in die Arme und feierten die kurzfristige Tabellenführung. Die zwar schon im Verlauf des Spieltags wieder verloren ging. Dennoch haben die Herzogenauracher ihren ersten Sieg auf dem Konto und können sich über einen gelungenen Auftakt freuen. "Wenn ich mir einen Saisonstart hätte wünschen können, ich hätte ihn mir genau so vorgestellt", freute sich TS-Trainer Nikola Jocic nach der Partie.

Der Coup war zu Beginn der Partie aber noch nicht abzusehen. Denn die Vilsbiburger spielten von Beginn an absoluten Hochgeschwindigkeitsbasketball. Die Longhorns konnten nicht mithalten, die Gastgeber gingen schnell in Führung. Angeführt vom dynamischen Duo Kendall Stafford und Kenneth Fluellen, die beide zusammen 45 Punkte erzielten, setzten sich die Vilsbiburger sukzessive ab. Die Herzogenauracher wurden nur von vereinzelten Dreipunktwürfen von Larry Hall und Vedran Nakic im Spiel gehalten. Aber auch diese konnten nicht verhindern, dass der Rückstand zur Viertelpause schon 21:31 betrug.

"Moral bewiesen", findet Jocic

Doch Longhornstrainer Nikola Jocic scheint in dieser Viertelpause die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn fortan bestimmten die Herzogenauracher das Spielgeschehen. "Es war ein schwacher Start, aber wir haben dann Moral bewiesen. Jeder Spieler hat seinen Beitrag geleistet", sagte Jocic.

Die Longhorns nahmen das Tempo raus, indem sie in der Defensive konsequent den Vilsbiburger Fast Break stoppten und vorne diszipliniert die Zeit herunter spielten. Dies führte dazu, dass die Gastgeber ihren Rhythmus verloren, während die Longhorns die Vilsbiburger Defensive Angriff für Angriff auseinander nahmen. Immer wieder wurden die richtigen Entscheidungen getroffen und dadurch freie Würfe ermöglicht, die hauptsächlich Hall, Lukas Niederlich und Tobias Übbing im Korb unterbrachten. So konnten sich die Longhorns pünktlich zur Halbzeit die 47:45-Führung erobern.

Die Jungen springen ein

Und diese gaben sie nun bis zum Spielende nicht mehr ab. Im dritten Viertel zeigte die junge TSH-Riege, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist: Sie übernahmen Verantwortung. Chris Kwilu, der kroatische U 18-Nationalspieler Antonio Jularic und Emmanuel Ngan punkteten fast nach Belieben und entlasteten so die üblichen Leistungsträger um Hall, Nakic und Übbing. So konnten sich die Turnerschaft-Basketballer bis zur Viertelpause auf 73:66 absetzen.

Larry Hall überragt

Im letzten Durchgang übernahm dann wieder die erfahrene Garde. Hall, der mit 31 Punkten der überragende Akteur war, und Mike Kaiser spielten Katz und Maus mit ihren Gegenspielern und punkteten kontinuierlich. Das nahm den Vilsbiburger Aufholbemühungen immer wieder Luft aus den Segeln In der Verteidigung machten Übbing und Karen Buniatian die Schotten in der Zone dicht und die Niederbayern konnten einzig aus der Ferndistanz noch Erfolge erzielen. So brachten die Herzogenauracher das Spiel souverän über die Zeit und gewannen "eines der schwersten Auswärtsspielen der Saison" (Jocic) schließlich ungefährdet mit 92:80.

Ein wichtiger Erfolg

Der Erfolg zum Auftakt ist für die Longhorns auch wichtig, weil das kommende Programm nicht einfacher wird. "Wir sind extrem froh, denn das wird uns weiter Auftrieb geben, insbesondere da in den nächsten Spielen gleich einige Favoriten für den Aufstieg gegen uns antreten werden", sagte der Trainer. "Aber mit dieser Einstellung, dem Willen und Teamgeist können wir gegen jeden Gegner mithalten. Und wer weiß, welche Punkte wir mal hier, mal da mitnehmen können", so der Longhorns-Coach. Mit den ersten Punkten in Vilsbiburg hatten schließlich auch die wenigsten gerechnet.

TSH: Hall 31, Nakic 16, Übbing 12, Buniatian 2, Kwilu 8, Niederlich 4, Jularic 5.

psi

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