RATHAUS-NEUBAU

Herzogenaurach: Feinschliff am neuen Rathaus

13.6.2021, 11:53 Uhr
Bei der letzten Begehung des Herzogenauracher Rathaus-Neubaus zeigte Bürgermeister German Hacker auch die Trennfuge zwischen Schloss und neuem Gebäude, deren Bau laut Hacker

Bei der letzten Begehung des Herzogenauracher Rathaus-Neubaus zeigte Bürgermeister German Hacker auch die Trennfuge zwischen Schloss und neuem Gebäude, deren Bau laut Hacker "alles andere als trivial" ist. © Hans von Draminski

"Was bitte ist eine Pfosten-Riegel-Fassade?", fragte CSU-Stadtrat Bernhard Schwab, dem eine solche Konstruktion bis dato noch nicht untergekommen war. Diese temporäre Unwissenheit teilt Schwab mit dem Schreiber dieser Zeilen, der deshalb eine Internet-Suchmaschine bemühte und auf der Homepage des Magazins "Das Haus" fündig wurde.

"Filigrane Glasfassaden"

Laut der für die Themen "Technik" und "Smart Home" zuständigen Fachredakteurin Silvia Benetti lassen sich mit einer Pfosten-Riegel-Fassade "filigrane Glasfassaden mit schmalen Ansichtsbreiten" umsetzen. Als Merkmale zählt Benetti auf, dass diese Fassade aus einem Tragwerk mit senkrechten Pfosten und waagerechten Riegeln besteht. Füllelemente wie Glasfelder und Paneele werden mit Pressleisten an den Pfosten und Riegeln befestigt und tragen nur ihr Eigengewicht. Ein Drainagesystem auf mehreren Ebenen sorgt für die Entwässerung der Fassade. "Mit Pfosten-Riegel-Konstruktionen realisieren Architekten nicht nur klassische Glasfassaden, sondern auch Lösungen wie Lichtdächer und Schrägfassaden", weiß Silvia Benetti.

Übergangsbereiche betroffen

Am Herzogenauracher Rathaus, das ebenfalls ein "Glasdach" bekommen soll, geht es konkret um Bereiche, die nicht durch die Natursteinfassade abgedeckt werden, also die Übergänge zwischen Neubau und (historischem) Schloss und die Glasfuge zwischen Nord- und Westflügel. Der Auftrag geht nun an die Lauffener Firma "Fischer Glasbau GmbH", die mit 142 105,04 Euro das günstigste Angebot abgab - zwar 7,55 Prozent über dem letzten Schätzwert für diese Leistungen, aber 18,09 Prozent unter der Brutto-Kostenberechnung von 173 479,90 Euro.

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