Keine Sperrstunde bei der EM

Herzogenaurach: Ungestörtes Public Viewing

15.6.2021, 11:25 Uhr
Public Viewing bis zum letzten Tor ist in Herzogenaurach auch zur EM in diesem Jahr möglich und erlaubt.

Public Viewing bis zum letzten Tor ist in Herzogenaurach auch zur EM in diesem Jahr möglich und erlaubt. © Berny Meyer

In der vergangenen Woche war das Gerücht aufgekommen, trotz sinkender Inzidenzen greife für Biergärten weiterhin die "alte" Infektionsschutz-Verordnung. Deshalb müssten die Gäste um 22 Uhr nach Hause geschickt werden. Keine gute Idee, wenn eine Begegnung wie Deutschland-Frankreich am Dienstagabend erst um 21 Uhr beginnt und (mit Halbzeitpause) mindestens 105 Minuten dauert.

Infektionsschutzverordnung kontra Gastro-Konzession

German Hacker stellt die Rechtslage klar und gibt Entwarnung: In der Infektionsschutzverordnung gebe es eine generelle Lockerung, von der die Sperrstunde auf 24 Uhr hinausgeschoben wird. Diese Lockerung ignoriere allerdings, dass Gastronomie-Öffnungszeiten auch etwas mit Lärmschutz und der individuellen Konzession eines Lokals zu tun haben. Ausnahmen von der Regel müsse das Landratsamt gestatten, da seien einer Kommune die Hände gebunden.

Landratsamt hat schnell reagiert

Das Landratsamt hat freilich schnell reagiert und arbeitet mit der Stadt zusammen. Auf der Homepage heißt es nun: "Gastronomische Angebote dürfen - vorbehaltlich lokaler Bestimmungen - nur zwischen 5 Uhr und 24 Uhr zur Verfügung gestellt werden. Hinweis: Für alle Gastronomiebetriebe sind primär die individuellen Sperrzeiten maßgebend, unabhängig von den Regelungen zu den Öffnungszeiten in der aktuell geltenden Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung." Hacker stellt klar, dass nicht nur die Stadt, sondern auch die Polizei als Ordnungsbehörde kulant verfahren - analog zur WM 2018. Die Spiele können also in voller Länge angeschaut werden.

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