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Jugend debattiert: Herzogenauracherin wird Dritte bei Bundesfinale

Anabel Wächter musste über ein Medienthema Argumente austauschen - 24.06.2019 10:56 Uhr

Die Finalistinnen und Finalisten Joshua Steib, Miriam Witt, Lia Schöneweiß, Luna Mono, Clemente Vargas, Anabel Wächter, Moritz Junge und Emma de Bourdeille (v.l.) mit Moderatorin Shary Reeves © Jugend debattiert/Hertie-Stiftung


Wächter hatte sich wie alle anderen Teilnehmer in einer Reihe von Qualifikationen bei nach Berlin argumentieren müssen. Im Bundesfinale ging es für sie um das Thema „Sollen Medien mit hoher Reichweite kurz vor Wahlen auf Wahlempfehlungen verzichten?“ Sie hatte die Pro-Position einzunehmen.

Sich selbst zu einem gesellschaftlich relevanten Thema eine klare Meinung bilden und diese mit stichhaltigen Argumenten vertreten – darum geht es beim Bundesfinale von Jugend debattiert, wenn die acht besten Schülerinnen und Schüler vor rund 500 Zuschauern kontrovers und kompetent diskutieren. In diesem Jahr standen in der Abschlussveranstaltung des bundesweit größten Projekts zur sprachlich-politischen Bildung Wahlempfehlungen in den Sozialen Medien und die Rückgabe von Kulturgütern aus der Kolonialzeit im Zentrum der Debatten. 

Zuvor qualifizierten sich die Teilnehmenden in den vergangenen Monaten auf Schul-, Regional- und Landesebene für das große Finale. Dort zeigten sie, was gute Debatten wirklich auszeichnet: starke Argumente, Fairness und Sachlichkeit.

Siegerin wurde die 14-jährige Emma de Bourdeille vom Beethoven-Gymnasium in Berlin überzeugte bei der Frage „Sollen Medien mit hoher Reichweite kurz vor den Wahlen auf Wahlempfehlungen verzichten?“, dem Thema für die Klassen 8 bis 10. Sie argumentierte eindrucksvoll gegen den Verzicht auf Wahlempfehlungen.  

Die 17-jährige Lia Schöneweiß von der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln konnte bei der Frage „Sollen unsere Museen Kulturgüter aus der Kolonialzeit an die Ursprungsländer zurückgeben?“ den Wettbewerb der Jahrgangsstufen 10 bis 13 für sich entscheiden. Sie trat überzeugend gegen die Rückgabe von Kulturgütern an die Ursprungsländer ein.

Eine fachkundige Jury, unter Vorsitz des Politikwissenschaftlers Prof. em. Dr. Ulrich von Alemann, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, hat die Debatten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet und die Siegerinnen und Sieger bestimmt. Als Preis für ihre heutige Leistung erhalten alle Teilnehmenden des Bundesfinales die Aufnahme in das Alumni-Programm Jugend debattiert sowie eine Akademiewoche mit weiterer rhetorischer Fortbildung.

Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Im laufenden Schuljahr haben sich bundesweit an Jugend debattiert rund 1.300 Schulen beteiligt. Neben der Hertie-Stiftung unterstützen das Projekt als Partner die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder.  

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