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Freitag, 03.07.2020

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Montessori-Kita in Herzogenaurach ist barrierefrei

Ein Jahr lang wurde an der Von-Hauck-Straße saniert - 23.06.2020 06:57 Uhr

Macht die vor 27 Jahren erbaute Montessori-Kindertagesstätte barrierefrei: Der Lift, der zur Galerie im Obergeschoss führt. Auf Probefahrt von rechts KiTa-Leiterin Elfriede Ploner, Bürgermeister German Hacker und Architekt Helmut Popp. © Foto: Edgar Pfrogner


Vor allem galt es, sagten Popp, Hochbau-Mann Albert Geinzer vom Stadtbauamt, Amtsleiterin Silke Stadter, Kindergarten-Leiterin Elfriede Ploner und Bürgermeister German Hacker bei der Besichtigung, den Brandschutz auf heutigen Stand zu heben und das Obergeschoss barrierefrei zu erschließen.

Letzteres besorgt jetzt ein Aufzug. Bislang war das Obergeschoss mit seiner Galerie und Gruppenräumen, Therapieraum, Raum für Heilpädagogische Förderung und einem Ruheraum nur über Treppen zugänglich. Jetzt müssen Kinder mit Handicap nicht mehr getragen werden, sondern können im Lift fahren.

Die gläserne „Zirkuskuppel“ heizt das KiTa-Gebäude im Sommer mächtig auf. Die Fenster sollen nun noch einen Sonnenschutz bekommen. © Foto: Edgar Pfrogner


Ein zweiter Flucht- und Rettungsweg war relativ einfach zu schaffen. Es wurden Wände durchbrochen, so neben der Galerie zweite Wege von Zimmer zu Zimmer geöffnet, über die man an die weiteren Treppenanlagen gelangen kann — geschützt von rauchdichten Türen, die man aus den bestehenden per Zusatz-Dichtung gemacht hat. Auch Fingerschutz wurde an den Türen angebracht.

Für die Krippenkinder gibt es jetzt einen höhenverstellbaren Wickeltisch – eine Arbeitsschutz-Maßnahme für das Personal. Die Kleinen müssen nicht mehr zum Wickeln hochgehoben werden.

Die Sanierung hat während des Betriebs stattgefunden. Insofern kam der corona-bedingte Schutdown den Arbeiten entgegen. Den Lift zum Beispiel, sagt Architekt Helmut Popp, hätte man sonst erst jetzt in den Sommerferien einbauen können.

Jetzt muss nur noch die Beleuchtung erneuert und auf LED-Technik umgerüstet werden und die Außenanlagen ausgebaut. Es kommen, sagt Albert Geinzer, noch eine Vogelnest-Schaukel und ein Sonnenschutz für den Sandkasten. In den Sommerferien wird noch ein überdachter Abstellplatz für Fahrräder und Kinderwagen gebaut. Und das Licht, aber auch Hitze spendende Glasdach muss einen Sonnenschutz bekommen.

Außer den erwähnten Arbeiten hat man die Heizung erneuert, Dachfenster ausgetauscht, andere saniert, ebenso wie die Türen, und die WC-Anlagen umgebaut.

In der Coronazeit hat die Stadt auch die Außenanlagen des Hammerbacher Kindergartens überarbeitet, den Spielplatz im Weihersbach unter anderem um eine Kleinkinder-Spielanlage ausgebaut und auf dem Spielplatz an der Moskaustraße den Kletterfelsen gegen eine Kletteranlage aus Robinienholz ersetzt. 150 000 Euro flossen in diese drei Umbauten.

RAINER GROH

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