Brandschutz wird verbessert

Neue Fahrzeuge für Herzogenauracher Feuerwehr geweiht

Richard Sänger

14.6.2022, 05:55 Uhr
Die beiden neuen Fahrzeuge für die FFW Herzogenaurach erhielten nun den kirchlichen Segen.

© Richard Sänger Die beiden neuen Fahrzeuge für die FFW Herzogenaurach erhielten nun den kirchlichen Segen.

Rund eine Million Euro kosteten die beiden Fahrzeuge zusammen – gefördert vom Landkreis und dem Freistaat. Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Herzogenaurach eröffnete mit Fanfarenklängen und Trommelwirbeln den festlichen Teil des Nachmittags.

Kommandant Rainer Weber stellte die Anschaffungen ausführlich den Besuchern vor. Er blickte zurück auf die Anfänge 2017, zum Kauf und zur Auslieferung der beiden Fahrzeuge. Die beiden Fahrzeuge sind seit 2020 im Einsatz. Im letzten Jahr wurde die Feuerwehr zu 276 Einsätzen alarmiert. Kommandant Rainer Weber sprach von einem „ganz stolzen Tag“ für die Herzogenauracher Feuerwehr. Mit einer zweijährigen Verspätung bekamen jetzt die Drehleiter und der Einsatzleitwagen (ELW) sowie die restaurierte Fahne durch Pfarrerin Victoria Ostler und ihren katholischen Amtskollegen Helmut Hetzel den kirchlichen Segen.

Viel Prominenz

Dementsprechend viele Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft waren zusammen mit Kameraden der Patenwehren aus diesem Anlass gekommen, darunter auch der CSU-Landtagsabgeordnete Walter Nussel und Mitglieder des Stadtrates, um gemeinsam mit der Herzogenauracher Wehr dieses Ereignis gebührend zu feiern.

Mit der Drehleiter mit dem Funkrufnamen "Florian Herzogenaurach 45/30-01", die mit einem Mercedes-Benz-Fahrgestell konzipiert ist, sei die Wehr nun „sehr gut ausgestattet“, so Weber. Während man das Vorgängermodell im Oktober 2021 an die Feuerwehr der kroatischen Partnerstadt Nova Gradiška abgegeben hat, ist das neue Gefährt genau auf die Bedürfnisse der Herzogenauracher Wehr zugeschnitten worden. Denn immer häufiger muss die Wehr zum Beispiel bei Stürmen, Hochwasserereignissen oder Unfällen ausrücken. Die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren bei den Schadensereignissen hob auch Kreisbrandinspektor Norbert Rauch hervor und bedankte sich im Namen der Feuerwehrführung des Landkreises für die Unterstützung.

Die beiden Geistlichen teilten sich die Segnung der beiden Fahrzeuge und der Fahne. Pfarrer Helmut Hetzel verglich die aktiven Feuerwehrleute mit Engeln, zwar reiche die Drehleiter nicht bis in den Himmel, aber die Feuerwehrleute kämen den Menschen zu Hilfe, um sie zu retten und vor Schaden zu bewahren, eben wie Engel. Die Pfarrerin wies darauf hin, dass die Feuerwehrler ihre Freizeit opferten, um der Allgemeinheit zu dienen.

Großes Engagement

„Das ist ein toller Tag für die Feuerwehr“, betonte auch Landrat Alexander Tritthart, denn die Ausstattung sei nur der eine Aspekt. Das System Feuerwehr funktioniere nämlich nur mit den vielen Ehrenamtlichen, die dafür sorgten, dass solche Fahrzeuge auch ausrücken und sicher bedient werden könnten. Deshalb seien die rund 750.000 Euro für die Drehleiter und mehr als 200.000 Euro für den Einsatzleitwagen auch gut angelegt. Hierzu steuert der Landkreis rund 150.000 Euro bei.

Dritter Bürgermeister Michael Dassler stellte wie alle Redner das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr heraus: „Ohne Feuerwehr wäre es schlecht bestellt um das bürgerschaftliche Miteinander in unserer Stadt. Danke, dass ihr für uns nicht nur sprichwörtlich durchs Feuer geht."

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