Grundsteinlegung

Neues Zentrallabor für 80 Millionen Euro: So will Schaeffler in Herzogenaurach die Zukunft meistern

Matthias Kronau
Matthias Kronau

Redaktion Herzogenaurach

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2.6.2022, 05:19 Uhr
Die Schatulle wird eingelegt (v.l.): Tim Hosenfeldt, Uwe Wagner, Andreas Schick und Alexander Putz. Hinten ist die Baustelle zu erkennen. 

© Matthias Kronau, NN Die Schatulle wird eingelegt (v.l.): Tim Hosenfeldt, Uwe Wagner, Andreas Schick und Alexander Putz. Hinten ist die Baustelle zu erkennen. 

Auf mehr als 17 000 Quadratmetern (Bruttogeschossfläche) entsteht das hochmoderne Gebäude auf dem bestehenden Betriebsgelände. Unter anderem dafür musste in den vergangenen Monaten bereits Altsubstanz weichen. In 15 so genannten Laboren sollen rund 360 Mitarbeitende Platz finden.

Innovation und Entwicklung

Laut Unternehmen sollen in dem Neubau Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien an einem Ort vereint werden. Gebündelt und verstärkt werden soll "höchste Innvationskraft und Entwicklungsexzellenz", so bei der Grundsteinlegung am Mittwoch Uwe Wagner, Vorstand Forschung und Entwicklung der Schaeffler AG. Und: "Mit dem Zentrallabor stärken wir dieses Know-how nachhaltig und gestalten mit den dort entwickelten Lösungen Fortschritt im Automobil- und Industriebereich."

Das neue Zentrallabor soll ein breites Themenspektrum abbilden, vor allem in den Bereichen der Mess-, Prüf- und Kalibriertechnik, Material-, Chemie-, Beschichtungs- und Nanotechnologien sowie der Optimierung von Lebensdauer und Systemzuverlässigkeit. Im Fokus hierbei: Material-, Chemie-, Beschichtungs- und Nanotechnologien mit den entsprechenden hoch auflösenden Messtechniken.

Nachhaltige Bauweise

Tim Hosenfeldt, Leiter Zentrale Forschung und Innovation & Corporate Competence Center Central Technologies, verwies auch auf die die nachhaltige Bauweise des Komplexes. Es sei als sogenanntes "Green Building" konzipiert.

Zukunftsweisend für den Standort und das Unternehmen

Werkleiter Alexander Putz zeigte sich hocherfreut darüber, dass in Herzogenaurach dieses Zentrum entstehe, dass für die Zukunft von Schaeffler wegweisend sei. Und auch Andreas Schick, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf verwies wie die anderen Redner auf die vielen Vorteile, die die enge Verbindung von Forschung und Produktion am Standort habe.

Schaeffler-Vorstandsvorsitzender Klaus Rosenfeld konnte wegen der Hannover-Messe und Auslandsreise nicht persönlich bei der Grundsteinlegung dabei sein, doch ließ er sich via Pressemitteilung doch mit starken Worten zitieren: "Mit dem Gebäude stärkt Schaeffler Herzogenaurach als Stammsitz der Schaeffler Gruppe." Das Labor für rund 360 Mitarbeitende sei "ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Deutschland."

Neben dem Zentrallabor errichtet Schaeffler in Herzogenaurach zudem ein Kompetenzzentrum für Wasserstofftechnologie in Herzogenaurach. Erst kürzlich war in Höchstadt ein Werkstofftechnologiezentrum eröffnet worden.

In Bühl, dem Sitz der Sparte Automotive Technologies von Schaeffler, entsteht nach Angaben des Unternehmens ein "weltweit führendes Leitwerk für E-Mobilität".

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