Freitag, 15.11.2019

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Nicht genug Fortschritt: TS-Handballerinnen verlieren in Nidda

3. Liga: Herzogenaurach zeigt sich verbessert, verliert aber erneut. - 22.09.2019 20:56 Uhr

Für Amelie Theobald – hier in der Vorwoche gegen den Thüringer HC II – und die TS Herzogenaurach war es in Nidda erneut kein einfaches Spiel. © Foto: Edgar Pfrogner


In den ersten Minuten setzten die TS-Handballerinnen um, was sie sich vorgenommen hatten. Mit druckvollen Angriffen zogen sie die gegnerische Abwehr auseinander und brachten ihren Rückraum in aussichtsreiche Wurfpositionen. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase und dem Spielstand von 3:3 stellte sich die HSG aber besser auf die Abläufe der TSH ein und zwang die Gäste zu Fehlpässen und unnötigen Ballverlusten.

Die Turnerschaft versuchte alles, um das Spiel offen zu gestalten, benötigte jedoch zu viele Angriffe für den Torerfolg. Die Treffer von der formstarken Saskia Probst und Shooterin Laura Brockschmidt waren zu wenig. Auch eine Auszeit von Trainer Hans-Jürgen Kästl, in der er seine Spielerinnen aufforderte, mehr Abstand von der gegnerischen Abwehrreihe zu halten und den Ball laufen zu lassen, brachte keinen Umschwung.

Zu viele Einzelaktionen

Die Turnerschaft verstrickte sich in zu viele Einzelaktionen und verpasste es den Angriff geduldig auszuspielen. Zudem haderten die TSH-Spielerinnen mit der Linie der Schiedsrichter, die ihnen immer wieder Schrittfehler und Stürmerfouls abpfiffen. Die Gastgeberinnen hingegen nutzten die Herzogenauracher Schwächephase ab der 15. Minute und zogen Tor um Tor davon.

Mit einer geschlossenen Leistung, bei der sich elf Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten, hielten sie die TSH auf Distanz. So konnte das Heimteam mit einem komfortablen Vorsprung von 17:9 in die Pause gehen.

"Viele Fortschritte"

In der zweiten Halbzeit gelang es den Herzogenauracherinnen wieder besser, sich am Spielgeschehen zu beteiligen. Besonders Lisa Neumann arbeitete unaufhörlich und erzielte vier ihrer fünf Treffer nach der Pause. Doch der Rückstand war schon zu hoch, um die Heimmannschaft noch ernsthaft unter Druck zu setzen. Mit Blick auf die Anfangsphase der zweiten 30 Minuten zieht Trainer Hans-Jürgen Kästl dennoch ein positives Fazit: "Wir verzeichnen einen Aufwärtstrend und sehen gegenüber dem ersten Saisonspiel schon viele Fortschritte. Insgesamt reicht unsere Verfassung und Form noch nicht, um Topteams zu gefährden."

Spielpraxis für zwei Talente

Während die HSG Gedern/ Nidda zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten zählt und unter professionellen Bedingungen trainiert, steht die TSH nach dem personellen Umbruch wieder am Anfang einer Entwicklung. So nutzte das Trainerteam die letzten zehn Minuten, um auch den Nachwuchsspielerinnen Maxime Luber und Vanessa Heinrich Spielzeit zuzugestehen. Auch Kristin Lang stand nach ihrer schweren Knieverletzung ein paar Minuten auf der Platte. Auch wenn sie sich erst wieder an die Spielhärte gewöhnen muss, kann sie dazu beitragen, die Abwehr zu stabilisieren und im Angriff das Spiel über den Kreis wieder zu forcieren.

Nach einem zwischenzeitlichen Neun-Tore-Rückstand gelang den Herzogenauracherinnen noch etwas Ergebniskosmetik. Am Ende siegte die HSG Gedern/Nidda vor 300 Zuschauern mit 33:26. Das schwere Auftaktprogramm in der 3.Liga Ost geht am kommenden Sonntag zuhause weiter. Zu Gast ist dann das aktuelle Spitzenteam aus Eddersheim.

TSH: Deppisch, Gerling; Luber, Dresslerova (n.e.), Quetsch, Hopp 2, Heinrich 1, Brockschmidt 6, Probst 7, Schneidereit, Lichtscheidel 5/1, Lang, Theobald, Neumann 5.

LENA MERGNER

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