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Prestigeprojekt gestoppt: Adidas schließt seine Speedfactory

Asiatische Zulieferer sollen stattdessen die Aufträge übernehmen - 10.11.2019 20:12 Uhr

Mit Robotern wollte Adidas blitzschnell auf Mode-Trends reagieren können. Das Projekt wird jetzt eingestellt. © Hannah Hlavacek


Ein herber Rückschlag ist das auch für den Kfz-Zulieferer Oechsler, der das Werk in Ansbach für Adidas betreibt – und der Millionen darin investiert hat. Oechsler muss nun entscheiden, wie es mit den Anlagen und den dort beschäftigten Mitarbeitern weitergeht.

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Mit der Speedfactory wollte Adidas eigentlich in der Lage sein, blitzschnell auf die Trends im immer hektischeren Modegeschäft zu reagieren. Hochautomatisiert und nah am Absatzmarkt, so lautete die Formel. Für Kunden, die bereit sind, zum Teil erstaunliche Summen zu zahlen – für das Gefühl, stets den brandaktuellen Look zu tragen.

Über 90 Prozent der Produktion in Asien

Künftig aber will Adidas die entsprechenden Aufträge laut Insidern nicht mehr nach Ansbach vergeben, sondern an Fabriken etwa in Vietnam, Indonesien und China. Schon heute lässt das Unternehmen deutlich über 90 Prozent seiner Produkte in Asien produzieren.

2018 hatten Adidas und Oechsler mit der 2017 eingeweihten Speedfactory noch den Deutschen Innovationspreis gewonnen.

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