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Freitag, 03.07.2020

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Schwimmen in Herzogenaurach in zwei Schichten

Freibad öffnet am Montag die Pforten für maximal 525 Badegäste gleichzeitig - 06.06.2020 07:57 Uhr

Der Sprung vom Startblock bleibt den Badegästen im Herzogenauracher Freibad verwehrt. Ab kommenden Montag können alle Wasserratten aber dennoch wieder ihre Bahnen ziehen. © Foto: Eduard Weigert


"Die Alternative, wegen der Corona-Pandemie heuer gar nicht zu öffnen, kam für uns nicht in Frage", sagt Bürgermeister German Hacker beim Pressetermin vor Ort. Gemeinsam mit Jürgen Bauer, dem Geschäftsführer der Herzo Werke GmbH, und dem Bäder-Betriebsleiter Patrick Geiger will er den Herzogenaurachern die Möglichkeit bieten, das beliebte Freibad auch in dieser Saison zu genießen. Und dafür haben sich die Verantwortlichen viel Mühe mit einem Hygienekonzept gegeben. Ein bisschen muss Hacker die Freude deshalb dämpfen. "Die Erwartungen sollten nicht zu groß sein, es wird definitiv keine normale Freibadsaison", sagt er.

Tatsächlich sieht es im Freibad ein bisschen aus wie auf einem Verkehrsübungsplatz: Überall stehen Schilder mit Anweisungen oder richtungsweisenden Pfeilen, Ketten und Baken versperren Zugänge, etwa zum Sprungturm oder zur Rutsche. Beide Attraktionen können nicht genutzt werden. Wohl aber die Becken. 30 Personen dürfen sich gleichzeitig im Schwimmerbecken aufhalten, 50 Personen im Nichtschwimmerbecken und 15 Personen unter Elternaufsicht im Planschbecken. Das Schwimmerbecken ist in zwei Doppelbahnen aufgeteilt, die einzelne, mittlere Bahn bleibt geschlossen. Innerhalb der Doppelbahnen kann im Uhrzeigersinn und mit Abstand geschwommen werden – einmal etwas langsamer, auf der anderen Bahn schneller. Der Ein- und Ausstieg ist nur über die Badeleitern erlaubt, es darf nicht von den Startblöcken oder vom Beckenrand reingesprungen werden. Patrick Geiger appelliert an die Vernunft aller, sich an die Regeln zu halten – nur so könne der Badebetrieb aufrechterhalten werden.

Insgesamt dürfen sich gleichzeitig 525 Badegäste auf dem rund 12 000 Quadratmeter großen Gelände des Freibades aufhalten. Um möglichst vielen Gästen den Besuch zu ermöglichen, hat man sich für zwei Badezeiten entschieden: von 8 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 20 Uhr. Eine Stunde dazwischen wird zur Desinfektion benötigt.

Die Innenduschen bleiben gesperrt, die Außenduschen können genutzt werden. Und freilich auch die Toiletten – dort allerdings ist ein Mund-Nasen-Schutz erforderlich.

Ebenso geschlossen bleibt vorerst die Gastronomie. Geiger: "Die Eis- und Getränkeautomaten stehen aber zur Verfügung."

Auch Freibäder müssen die Daten der Badegäste dokumentieren. Das entsprechende Formular lässt sich über die Homepage der Stadt ausdrucken. Geiger bittet darum, dieses Formular bereits zu Hause auszufüllen und mitzubringen, um Schlangen am Eingang zu vermeiden. Natürlich gibt es die Formulare aber auch vor Ort.

Einzel-Eintrittskarten gibt es am Freibad-Eingang, lediglich Saisonkarten lassen sich vorab online kaufen. Geiger und Hacker werben für diese Saisonkarten. Damit muss man das Datenerhebungs-Formular nicht jedes Mal neu ausfüllen, kann außerdem direkt ins Bad ohne Schlange stehen zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Wegen der verkürzten Saison sind die Dauerkarten heuer auch besonders günstig: 45 Euro für Erwachsene, 30 Euro für Jugendliche und 12 Euro für Kinder.

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