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Montag, 14.10.2019

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Umdenken beim Sonnenschutz im Herzogenauracher Rathaus

Statt textilen Sonnenblenden sollen nun doch Alu-Raffstores kommen - 04.10.2019 06:02 Uhr

Im Pavillon der Carl-Platz-Schule wurde textiler Sonnenschutz eingebaut. Das Bild zeigt ein Klassenzimmer mit ganz heruntergelassenen Blenden. Sie schützen nur ungenügend vor Erwärmung durch Sonnenlicht. © Foto: Stadt Herzogenaurach


Diesen soll bisher kunststoff-verstärkter Stoff gewährleisten. Die Architekten hatten dies den Stadträten wegen der schöneren Gestaltung der Neubau-Fassaden empfohlen. Und die Bürgervertreter hatten mit Mehrheit den textilen Sonnenschutz auch beschlossen. Sie folgten den Argumenten, dass die Stoffbahn von außen ein ruhigeres Fassadenbild abgebe, nach außen durchsichtig sei und immer noch etwa 85 Prozent des Sonnenlichts abschirme. Außerdem hatten die Architekten den neuen Pavillon der Carl-Platz-Schule als Beispiel angeführt. Dort gibt es einen textilen Sonnenschutz.

Schlechte Erfahrung an der Carl-Platz-Schule

Unter anderem wegen der Erfahrung im Schulhaus sollen die Ausschussmitglieder nun ihren Beschluss wieder rückgängig machen. Das schlagen Stadtverwaltung und Bürgermeister vor. Wie German Hacker im Pressegespräch sagte, hat sich der Sonnenschutz in der Carl-Platz-Schule nicht bewährt. Der Stoff hält zwar 85 Prozent der Lichtenergie ab, aber die restlichen 15 Prozent heizen die Räume immer noch über Gebühr auf.

Es werde auch nicht dunkel und schattig, was man im Schul-Pavillon gerade noch dulden könne, weil wenigstens in den Unteren Stockwerken Bäume beim Sonnenschutz helfen. Das Rathaus werde aber mit seiner West- und seiner Südfassade, hinter der der Sitzungssaal liege, voll besonnt. Laut Hacker werde man die Stadträte im Ausschuss darum bitten, sich statt für Textil für Raffstores vor den künftigen Rathausfenstern zu entscheiden und dies dem Plenum zu empfehlen.

Pläne für Rathaus-Foyer überarbeitet

Darunter versteht man Lamellen-Rollos aus Metall. Diese, so Hacker, schirmen 92 Prozent der Lichtenergie ab, bringen also weit mehr Abkühlung. Der Bürgermeister sagte, er billige den Architekten durchaus zu, der Gestaltung den Vorrang zu geben. Doch müsse auch die Funktion gewährleistet sein. Hier seien die Raffstores einfach besser. Preislich sei beides in etwa gleich.

Hacker sieht in den Metalllamellen weitere Vorteile. Könne man die Textilie nur ganz zuziehen oder auflassen, sei die Lamelle individuell einstellbar und damit auch der Verdunkelungsgrad im Büro.

Auch überarbeitete Pläne für die Gestaltung des künftigen Rathaus-Foyers werden dem Ausschuss am Dienstag präsentiert. Bekanntlich war die Empfangs-Loge, gleichzeitig Poststelle, Frankierstation und Telefonzentrale, auf Kritik gestoßen wegen ihrer Abgeschlossenheit. Man hat, so German Hacker, umgeplant und für mehr Öffnung dieses Raums zum Eingang hin gesorgt. Ein abschließbarer Raum müsse es aber bleiben – der Mehrfach-Nutzung wegen. Aber man werde auch ins Foyer Versorgungsleitungen legen für eine mobile Empfangstheke bei besonderen Veranstaltungen.

RAINER GROH

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