Digitalisierung

Weisendorfer Schule soll zukunftsfest werden

16.9.2021, 13:30 Uhr
Lernen mit dem iPad (Symbolbild).

Lernen mit dem iPad (Symbolbild). © imago images/MiS

Für ein zeitgemäßes Unterrichten und Arbeiten benötigen die Lehrkräfte die erforderliche digitale Ausstattung, die den zuverlässigen Zugang zu den IT-Ressourcen der Schule sowie die rechtssichere digitale Kommunikation mit den Schülern, Erziehungsberechtigten und Kollegen ermöglichen. Dies verdeutlichten auch die bei der Sitzung anwesende Schulleiterin Petra Pausch und die Systembetreuerin der Grundschule Weisendorf, Luise Pöverlein.

Wie bereits berichtet, hat die Gemeinde in den letzten Jahren immer wieder in die IT-Ausstattung der Schule investiert und die Schulleitung befasst sich bereits seit 2017 mit dem Medienkonzept der Bayerischen Schulen, wurde allerdings durch Corona ausgebremst. Inzwischen ist das Medienkonzept fertig gestellt und dem Gemeinderat präsentiert.

Nach Aussage der Schulleiterin haben sich während des Homeschoolings die bereits beschafften Endgeräte bestens bewährt und die Kinder kommen damit offensichtlich sehr gut zurecht. So sollen Schülerinnen und Schüler befähigt werden, sich eigenständig, kreativ und verantwortungsvoll mit der Digitalisierung auseinandersetzen und diese aktiv mitgestalten.

Weisendorf will weitere Schwerpunkte setzen

Weisendorf will dabei weitere Schwerpunkte setzen: Effektiver und reflektierter Einsatz analoger und digitaler Medien zur Informationsbeschaffung, kreative Gestaltung von analogen und digitalen Medienprodukten, souveräne Präsentation unter Einsatz verschiedener medialer Werkzeuge und verantwortungsvolles Agieren in einer zunehmend digitalisierten Welt.

Um dieses Ziel zu erreichen ist eine angemessene Ausstattung der Schule notwendig. Für Klassenzimmer und Fachräume sind Touchdisplays als Tafeln vorgesehen mit denen ein Interaktives Arbeiten möglich ist. „Die derzeit in den Klassenzimmern verwendeten Notebooks wurden teilweise bereits 2015 angeschafft, daher ist ein Ersatz sinnvoll und notwendig“, wünscht sich die Schule. Sogenannte Dokumentenkameras haben im Schulalltag bereits einen festen und bewährten Platz und werden auch weiterhin eingesetzt. Zusätzlich ist die Einführung von Tablet-Klassen geplant.

Grundvoraussetzung für den sinnvollen und zukunftsorientierten Einsatz dieser IT-Ausstattung ist allerdings ein schnelles Internet mittels Glasfaser sowie eine interne Vernetzung aller Klassenzimmer und beider Schulgebäude.

Auf die Gemeinde kommen hohe Kosten zu

„Trotz des hoch erscheinenden maximalen Förderbetrages kommen auf den Markt Weisendorf im Zuge der Digitalisierung hohe Kosten zu“, erklärt dazu der Bürgermeister. Jedoch hat gerade die Pandemiemaßnahme „Homeschooling“ die Notwendigkeit gezeigt, dass Schüler schon frühzeitig den Umgang mit digitalen Medien erlernen und den Nutzen hieraus für die Bildung der Kinder.

Ohne Diskussion beschloss der Marktgemeinderat am Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus — digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen teilzunehmen. Als Grundlage werden die Vorschläge der Schule bei der Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigt.

Im Zusammenhang mit der Schule stand auch der Punkt Auflösung oder Erhalt der Mittelschule auf der Tagesordnung. Der Markt Weisendorf war vom Staatlichen Schulamt um entsprechende Stellungnahme gebeten worden. Nachdem Prognosen einen Anstieg des Bedarfs an Betreuungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen inklusive Schulkinder vorhersagen, sprach sich der Marktgemeinderat für den Erhalt der Mittelschule aus. Ein Antrag auf Auflösung wird nicht gestellt. Damit erübrigt sich auch die Kündigung der öffentlich-rechtlichen Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Herzogenaurach.

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