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Weltbienentag: Erlanger hilft mit und verschenkt gelbe Blumenkästen

20.5.2021, 09:42 Uhr
Stefan Strasser in seiner Gärtnerei: Hier hat er gerade einen der gelben Kästen bepflanzt - die Bienen werden sich freuen.

Stefan Strasser in seiner Gärtnerei: Hier hat er gerade einen der gelben Kästen bepflanzt - die Bienen werden sich freuen. © Klaus-Dieter Schreiter, NN

Diese Woche wäre wieder einer: Am Donnerstag ist Weltbienentag. An diesem Tag stellen Bienen-Freunde zehn gelbe Balkonkästen als Zeichen in Sternenform (in Anlehnung an den Europastern) auf, können davon ein Bild machen und zum Beispiel auf Instagram posten. Vor dem Zeidlerhaus in Herzogenaurach zum Beispiel steht schon längst so ein Stern.

Noch viel mehr solcher quietschegelben Kästen hat Strasser schon gekauft, bepflanzt - und verschenkt. Vor allem Kindergärten und Schulen macht er damit eine Freude. Oder Menschen, die sich als erstes bei ihm melden, wenn er zum Beispiel über Facebook kund tut, dass er wieder welche hat.

In manchen Kästen brummt es das ganze Jahr

Strasser, der in Kriegenbrunn "Traumgärten vom Fachmann" betreibt, bietet auch über den Weltbienentag seine Kästen an. "Die machen sich auf jedem Fensterbrett", ist er überzeugt. Er bietet welche an, in denen es das ganze Jahr über brummt und summt. Von den ersten Frühblühern, wenn die Bienen im März auf ihrem Reinigungszug unterwegs sind, über Sommerpflanzen bis in den Herbst und Winter hinein, wenn Wolfsmilch oder Winterheide Insekten noch Nahrung bieten.

"Wir müssen was machen gegen das Insektensterben", sagt Strasser - und investiert dafür viel Geld. © Klaus-Dieter Schreiter, NN

Der 59-Jährige schwärmt aber auch für seine "Franken-Gourmet"-Kästen, in denen wächst, was Bienen freut und was der Mensch an Kräutern gut in der Küche gebrauchen kann. Auch ein Kasten nur mit Walderdbeeren freut Mensch und Tier.

Locker 30 Euro investiert Strasser - in jeden Kasten. Warum? "Ich bin kein Herausreißer und kein Neumacher", versucht er sich an einer Erklärung. Ihm sei viel mehr daran gelegen, Bestehendes zu bewahren. Da schließe er Bienen, denen wir es bekanntlich immer schwerer machen, an Nahrung zu kommen, wie selbstverständlich mit ein. "Wir müssen was machen gegen das Insektensterben." Und seine Kästen seien schließlich eine ganz simple Lösung. "Ohne viel Aufwand kann ich damit viel Freude machen."

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