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Wo im Landkreis und in Erlangen Bärlauch wächst

Achtung: Beim Pflücken gilt es einige Regeln zu beachten - 09.04.2021 06:00 Uhr

Bärlauch ist ein geschätztes Wildgemüse, das in Europa und Teilen Asiens vor allem in schattigen Wäldern wächst. Die früh im Jahr austreibende Pflanzenart wird auch wilder Knoblauch oder Waldknoblauch genannt. An der Schwabach bei Uttenreuth gibt es eine allerdings kärgliche Fläche, auf der Bärlauch wächst. Foto: Klaus-Dieter Schreiter

07.04.2021 © Klaus-Dieter Schreiter, NN


Bekannt ist, dass am Hetzleser Berg viel davon wächst. Etliche Bereiche dort sind allerdings Naturschutzgebiet. Das Landratsamt Forchheim weist deshalb darauf hin, dass das Pflücken dieses Wildgemüses im Naturschutzgebiet generell verboten ist, und dass man Rücksicht auf die Natur nehmen muss. Es dürfen ausschließlich "haushaltsübliche Mengen" gesammelt werden.

Das ist beim Bärlauch maximal eine normale Stofftasche voll. Das gewerbsmäßige Sammeln des wildwachsenden Bärlauchs unterliegt sogar der Genehmigungspflicht und muss bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt werden. Das gewerbsmäßige Sammeln des wildwachsenden Bärlauchs unterliegt sogar der Genehmigungspflicht und muss bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt werden.
Allerdings muss man nicht bis Hetzles fahren, um an Bärlauch zu kommen.

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Auch in der unmittelbaren Umgebung von Erlangen wächst er. Eine bekannte Fläche liegt an der Schwabach bei Uttenreuth. Weil die aber viele Menschen kennen, wächst die Pflanze dort nur noch spärlich. Das liegt daran, dass viele Bärlauchliebhaber sich nicht an die Regeln beim Pflücken halten.

Wer genau hinschaut, findet Bärlauch sogar im derzeit geschlossenen Botanischen Garten in Erlangen.

08.04.2021 © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Dazu gehört, dass man pro Pflanze immer nur ein bis zwei Blätter mitnehmen sollte, damit sich die Pflanzen regenerieren können. Außerdem sollten die Blätter mit dem Messer oder der Schere abgeschnitten werden. Ausreißen tut der Pflanze nicht gut. Wie üppig Bärlauch wächst, wenn er "ordentlich" behandelt wird, kann an der Schwabach bei Sieglitzhof bewundert werden.

Über Privatgrund

An die Fläche dort kommt man nämlich nur über Privatgrundstücke, und entsprechend wenig wird dort geerntet. Ein dichter, grüner Bärlauchteppich mit einer Größe von rund 200 Quadratmetern bedeckt dort den Boden. Die Pflanzen sind kräftig, ihren Duft riecht man bereits beim Näherkommen. Sogar im Erlanger Schlossgarten gibt es eine größere, unberührte Bärlauchfläche, und auch direkt hinterm Zaun des zurzeit gesperrten Botanischen Gartens wächst das Wildgemüse ungestört. 

Ein leckerer Strauß: Bärlauch darf nur in „haushaltsüblichen Mengen“ gesammelt werden, also maximal eine Stofftasche voll.

08.04.2021 © Foto: Klaus-Dieter Schreiter


Wer also mit offenen Augen auch in der näheren Umgebung durch die Natur geht, der wird unter schattigen Bäumen bestimmt Bärlauch finden. 

Am einfachsten aber ist es, ihn auf dem Markt zu kaufen. Am Stand von Konrad Drechsler gibt es ihn haufenweise. Früher, erzählt der Marktbeschicker, dessen Familie bereits seit 50 Jahren auf dem Erlanger Marktplatz einen Stand betreibt, hätten die Menschen sich nicht viel daraus gemacht. Bekannte hätten ihm dann vor 20 Jahren einmal "eine Riesentüte" davon gebracht.

"Was ist denn das für ein Zeug?"

"Was ist denn das für ein Zeug?", habe er sich gedacht, erzählt er lachend. Dieses "Zeug" sei dann aber "ruckzuck" weggegangen, und daraufhin hätten die Kollegen ihn gewerbsmäßig angebaut. 

Konrad Drechsler liebt seitdem Bärlauchsuppe. "Die gibt es im Frühjahr auch in den Gaststätten anstatt der fränkischen Hochzeitssuppe", erzählt er. Es gibt aber etliche weitere Rezepte, um dieses Wildgemüse zuzubereiten.

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kds

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