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2018 fiel der Entschluss: Reise ans andere Ende der Welt

Nach Papua-Neuguinea zieht es eine Delegation junger Christen - 03.06.2019 18:38 Uhr

Gemeinsam ist alles möglich: So die Botschaft des "Tower of Power", an dem sich das Team, das nach Papua-Neuguinea reist beziehungsweise in die Vorbereitungen für den dreiwöchigen Aufenthalt involviert ist, und das auf unserem Bild zu sehen ist. © Jürgen Leykamm


Heitere Gelassenheit prägt die Zeit der Vorbereitung. Im Gemeindehaus Heideck ist man guter Dinge: Die Sonne scheint und es erklingt die Nationalhymne des Südseestaates, gespielt von den Blasmusikern aus der Gruppe. Allerdings hört es sich noch etwas experimentell an. Kein Wunder, "das Stück haben wir heute das erste Mal geübt", sagt Ilone Winter aus Burgsalach.

Am Zielort der Reise wird natürlich auch Musik gemacht. Die Instrumente sind den Reisenden schon vorausgeflogen. Die 24-Jährige ist im Marketing tätig und hat 2014 die Reise junger Christen des Dekanats nach PNG (so die offizielle Abkürzung des Landes) 2014 mit organisiert.

Fröhliche Lebensart fasziniert

Das brachte sie auf den Geschmack. Nun will sie selbst dorthin. Auch um jene Nuginis wieder zu sehen, die 2016 zum Besuch in unseren Gefilden weilten. So ähnlich geht es auch Jan-Felix Etzel aus Hörlbach (Kirchengemeinde Ellingen), der im Alter von 20 Jahren gerade Elektrotechnik studiert. Beide fasziniert die ruhige, harmonische und fröhliche Lebensart der Gläubigen aus Papua-Neuguinea. Vielleicht lässt sich die ja auch mit nach Hause nehmen.

Doch erst einmal heißt es, das eigene Zuhause zu verlassen. Am Donnerstag, 12. September, geht es los. Einen Zwischenstopp legt die Gruppe in Singapur ein. Dort hat der ehemalige Weißenburger Dekanatsjugendreferent Michael Hofmann eine neue Berufung gefunden: Er ist Kapitän der Seemannsmission.

Dann aber wird Port Moresby angesteuert, die Hauptstadt Papua-Neuguineas und eine der wenigen Metropolen Ozeaniens. Von dort zieht die Gruppe der Gläubigen weiter nach Lae, dem Sitz der lutherischen Kirche des flächenmäßig drittgrößten Inselstaats der Welt. Gemeinsam mit den Einheimischen feiert man den Unabhängigkeitstag. Denn am 16. September 1975 erhielt PNG seine volle Souveränität.

Treffen mit Minister geplant

Auch ein Treffen mit dem Minister für Kultur und Tourismus ist anberaumt. Und nicht zuletzt gilt es bei den Vorbereitungen für die dortige Landessynode im nächsten Jahr mitzuhelfen. Und weiter geht es ins Hochland auf über 1200 Meter über dem Meeresspiegel. Wo man mehr über "die Lebenswirklichkeit der Jugend" zu erfahren hofft, so Diakonin Ramona Leibinger, die die Delegation leitet.

Der Austausch "wird uns als Gruppe völlig neue Eindrücke schenken", ist Philipp Steil aus Weißenburg überzeugt. Der 20-Jährige studiert Sportmanagement und freut sich darauf, eine neue Kultur kennenzulernen. Auf mehreren Ebenen. Denn nicht zuletzt treffen bei dem Besuch Vertreter einer individualisierten und einer gemeinschaftlich orientierten Gesellschaft aufeinander.

Auf Tuchfühlung zur anderen Welt können die Jugendlichen jetzt schon gehen: Mit Kemoasingo Kitumbing ist derzeit eine Frau aus PNG in Thalmässing zu Hause und arbeitet im dortigen Seniorenhaus Jura. In Papua-Neuguinea indes heißt es für die Delegation auch auf den Spuren der ersten Missionare zu wandeln oder mit den gleichaltrigen Partnern Musikinstrumente anzufertigen.

Gruppe fährt in den Busch

Dass die Insel zu den gefährlichsten Regionen der Welt zählt, lässt die Delegierten nicht unruhig schlafen. Das sei ein Problem der großen Städte, doch die Gruppe fahre ja hauptsächlich "in den Busch zu Freunden", wie Dekanatsmissionspfarrerin Beate Krauß meinte. Finanziell unterstützt wird die Reise vom Dekanatsbezirk sowie vom Jugend- und Entwicklungs-Ministerium. Weitere finanzielle Hilfe ist willkommen. 

JÜRGEN LEYKAMM E-Mail

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