Sonntag, 15.12.2019

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Brunnen, Grünflächen und Bäume sind schön, kosten aber Geld

Allersberg muss für Grünanlagen und deren Pflege 55.000 Euro nachschießen - 02.10.2019 11:02 Uhr

Ein Holzzaun sollte die alten Bäume der Engerseller-Allee von Allersberg in Richtung Schloss Appelhof schützen, doch unter dem Baustellenverkehr an der A 9 haben sie ziemlich gelitten. © Foto: Reinhold Mücke


Nicht weniger als 100.000 Euro sollen für die "Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens, Baumunterhalt und Pflanzung, Grünanlagen" bereit stehen. Dazu kommen 35.000 Euro für Arbeiten an der Brunnenanlage und der Wand am Saint-Céré-Platz, 25.000 Euro für die Ertüchtigung des Marktbrunnens am Hinteren Markt und 17.000 Euro für verschiedene Anschaffungen in den Parkanlagen dazu.

Für dieses Jahr hatte die Finanzchefin des Marktes, Katrin Müller, dem Grünbereich lediglich 40.000 Euro zugestanden, nun mussten die Mitglieder des Hauptausschusses 55.000 Euro nachträglich bewilligen.

Nicht immer planbar

"Jede Menge Arbeit" sei in diesem Jahr angefallen, hatte Jörg Wagenknecht-Hirth, zuständig beim Markt für die Grünmaßnahmen, die Nachforderung begründet. Allein für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners mussten demnach 7500 Euro aufgewendet werden. Aber auch die immer mehr werdenden Grünflächen hätten dazu beigetragen, dass für deren Bewirtschaftung mittlerweile auch verstärkt externe Firmen zugezogen werden. Wie etwa die Zeller Werkstätten, die seit Jahren Mäharbeiten ausführen.

Und nicht immer seien die anfallenden Arbeiten planbar, wie etwa beim Eichenprozessionsspinner oder auch bei der Umpflanzung der Bäume für die neue Grüngutsammelstelle in der Neumarkter Straße. Jedenfalls hat Wagenknecht-Hirth bereits 35.000 Euro mehr ausgegeben als ihm der Haushalt erlaubt hätte. Sie wurden nachbewilligt.

20.000 Euro für Allee

Dazu kamen 20.000 Euro, die voraussichtlich für die Allee am Engerseller anfallen werden. Die Allee dort führte bis zum Bau der Autobahn vom Engerseller südlich der Rother Straße durchgängig bis zum Schloss Appelhof als das "Freßgüthlein" Jakob Gilardis. Nun sind umfassende Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen notwendig, die noch heuer durchgeführt werden sollen.

Die Allee ist auf der Ostseite der Autobahn arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Denn ein Teil des Baustellenverkehrs bei der Erneuerung der Autobahnbrücken musste durch sie geführt werden. Holger Gmelch (CSU) hielt es folglich für sinnvoller, die Sanierung erst nach Abschluss der gesamten Brückenerneuerungen durchzuführen. Und er warf die Frage auf, ob denn die Bäume dies überhaupt vertragen, wenn die 40-Tonner so nah und über einen relativ langen Zeitraum vorbeifahren und für eine Verdichtung im Untergrund sorgen.

2400 Bäume erfasst

In den Vorjahren waren für die Unterhaltung der Grünanlagen 70.000 Euro eingeplant gewesen, erinnerte Bürgermeister Daniel Horndasch. Und der Markt müsse bei den Bäumen auch seiner Überwachungspflicht nachkommen. Dabei berichtete der Bürgermeister auch, dass mittlerweile die Bäume in einem Baumkataster erfasst wurden.

Allein in allen Orten der Marktgemeinde mit den verschiedenen Straßenverbindungen seien gut 2400 Bäume erfasst worden, die im Eigentum der Kommune stehen und für die sie unterhaltsverpflichtet sei.

 

REINHOLD MÜCKE E-Mail

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