Mittwoch, 11.12.2019

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Classic Rock Night 2019: Konzert-Vergnügen für 3500 Besucher

Rose Tattoo sorgte schon vorab in Rekordzeit für eine ausverkaufte Hütte - 29.07.2019 18:18 Uhr

Glenn Hughes spielte von 1973 bis 1976 bei der Kult-Rockband „Deep Purple“. So waren in Pyras unter anderem Klassiker wie „Highway Star“ oder „Smoke on the water“ zu hören. © Foto: Matthias Hertlein


Acht Bands, wieder einmal ein Vergnügen für Jung und Alt, für Musik- und Konzert-Freaks landesweit. Und der Wettergott hatte bei der elften Classic Rock Night auf dem Gelände des Brauereiguthofes in Pyras wahrlich ein Einsehen. Gegen Abend hatten sich schwere, dunkle Wolken aufgetürmt auf, die nichts Gutes verhießen. Pyras blieb vom Unwetter verschont, in der Ferne zuckten Blitze.

Unterm Scheunendach ging es heiß zu und hoch her. Nostalgie und Klassiker zuhauf, dazu rockten die schwedischen Metal Girls von Thundermother oder die Schwaben von Kissin' Dynamite. Human Touch um Marko Bittner, Sylvia Lindauer und Uwe Kamolz sorgten in den Umbaupausen für prächtige Unterhaltung mit Klassikern wie "Hotel California" oder "Nutbush City Limits". Und eine Erfolgsmeldung gab es vorab für 2020. Die zwölfte Auflage steigt am 25.Juli, und mit der ultimativen Metal Queen Doro steht bereits einer der Headliner fest. Sie war 2017 letztmals im Brauereigutshof.

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Rocker-Gaudi in Pyras: 3000 Besucher bei der 11. Classic Rock Night

Ausverkauft war dieses Jahr die Rock-Party auf dem Brauereigutshof Pyras. Am Samstag standen dort bei der mittlerweile 11. Pyraser Classic Rock Night Bands wie Rose Tattoo und Kissin' Dynamite auf der Bühne. Rund 3000 Gäste verbrachten dort einen stimmungsgeladenen Tag.


Pyras, das ist so etwas wie das Mini-Wacken-Festival im Norden Deutschlands, das sich nächste Woche anschließt. Vom Pyraser Aufgebot kommen UFO und Rose Tattoo, ansonsten bekommen die Franken schon mal Band-Unterstützung aus Wacken. Dieses Mal bereicherten UFO, tags zuvor auf Burg Herzberg zu Gange, das Pyras-Programm ungemein. Kult-Sänger Phil Mogg servierte ein Best-of-Programm, "Cherry", "Too Hot To Handle", "Rock Bottom" beispielsweise und als krönender Abschluss "Doctor", Doctor". Begeisterung pur an den Biertischen im Garten, in der Scheune oder davor, wo drei Monitore das Bühnengeschehen nach außen transportierten. Bei den schweißtreibenden Temperaturen in der Scheune war ein guter Platz im Freien eine willkommene Abwechslung, im Stadl auf der Bühne zelebrierte beispielsweise UFO-Gitarrist Vinnie Moore seine exzellente Klasse.

Die hatte ein Ex-Deep Purple im Gepäck beziehungsweise auf der Set-Liste. Glenn Hughes, von 1973 bis 76 Sänger und Bassist. In seiner Ära entstanden die Werke "Burn" oder auch "Stormbringer"; dieser Titel machte den Anfang, "Highway Star" bildete das Finale, zwei Zugaben inbegriffen. "Smoke on The Water" oder "You Keep on Moving". Das Paradestück wurde mitgesungen und heftig beklatscht: "Mistreated".

Rau und herzlich

Und dann gab es Hardrock-Spaß. Rau, herzlich und leidenschaftlich, von Sänger Gary "Angry" Anderon und seinen Rose Tattoo-Kumpeln serviert. Man könnte Anderson eigentlich den Titel eines ihrer Stücke glatt abnehmen: "Nice Boys, Don't Play Rock'n' Roll". Anderson kommt mit einer Flasche Wein auf die Bühne und nimmt zwischendrin einen Schluck, die Hits laufen wie geschmiert und dringen in Ohren und Herzen, von null auf hundert. Etwas Verwegenes tragen die Jungs mit sich herum, Herz, satter Sound, Spaß. Als Headliner der Classic Rock Night sorgten sie in Rekordzeit für eine ausverkaufte Hütte, rund 3500 Freaks waren am Start.

Die deutsche Metal-Band Talon eröffnete das Pyras-Festival, Thundermother aus Schweden folgten mit viel Eifer und Posing und Spielfreude. Das Mitterncht-Spezial hatte es für alle Thin Lizzy-Fans in sich: "Whiskey in the Jar" das Finale gegen 1 Uhr mit Bryan Downeys, ein besonderes Zuckerstück.

MATTHIAS HERTLEIN E-Mail

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