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Vor den Umbau des Hilpoltsteiner Freibads hat der Stadtrat einen Ortstermin gesetzt. - 07.06.2019 17:30 Uhr

Das Hilpoltsteiner Freibad: Hier will sich das Stadtratsgremium noch vor seiner nächsten Sitzung gründlich umsehen. Die aktuelle Planung sieht vor, die Umkleiden und den Sanitärbereich neu zu gestalten. Die CSU sieht grundsätzlichen Handlungsbedarf. © Foto: Tobias Tschapka


Dieser Ortstermin, so Markus Mahl, werde noch vor der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag, 27. Juni, stattfinden. Denn die Zeit drängt, weil schon in der Badesaison die ersten Verbesserungen sichtbar sein sollen.

Ingenieur Josef Krautloher vom gleichnamigen Planungsbüro in Vilshofen hatte die Vorgabe, den Neubau eines Sanitär- und Umkleidegebäudes sowie Generalsanierung nebst Umnutzung dieses Traktes in seine Konzeptstudie vom "Stadtbad Hilpoltstein" einzubeziehen. Krautloher betonte, dass das Hilpoltsteiner Freibad "vom Aufbau her sehr gut bestückt sei". Mit den großen Wasserflächen sei die Stadt "auf einem sehr guten Level".

Baubeginn im Herbst?

Die Planung sieht eine Neugestaltung des Umkleidetrakts sowie einen Sanitärbau am Betriebsgebäude in der Nähe des Planschbeckens vor. Wenn der Stadtrat das Vorhaben befürwortet, könnte sich Bürgermeister Markus Mahl gut vorstellen, das Sanitärgebäude bereits im Herbst in Angriff zu nehmen.

Die obere Etage des Hauptgebäudes soll künftig ausschließlich dem Personal des Freibades sowie der örtlichen Wasserwacht vorbehalten bleiben, machte Mahl gestern bei einem Pressegespräch klar. Dort, wo noch geduscht wird und die Schwimmer sich umziehen, sollen Wasserwacht und Badpersonal untergebracht werden und sind Personalduschen geplant. Der Kiosk wird in den unteren Teil des Traktes verlegt.

Der geplante Anbau an das Technikgebäude soll künftig den Badegästen zur Verfügung stehen. Hier sollen Duschen und Umkleidekabinen, aber auch Toiletten entstehen. Einen Baby-Wickelraum gibt es schon seit geraumer Zeit.

Absolut einverstanden zeigte sich Schwimmmeister Friedrich Taschner mit der Gestaltung des großen Traktes. Dann hätte man endlich adäquate Personalräume zur Verfügung, meinte er. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD, Christine Rodarius, meinte, dass es "noch ganz viele Fragen gibt". Insofern wäre ein Besuch vor Ort das Vernünftigste, um Detailfragen abzuklären.

Es gebe in puncto Freibad grundsätzlich Handlungsbedarf, sagte CSU-Sprecher Hans Meier. Mit der Konzeptstudie sei man schon auf einem guten Weg. Neue Umkleidekabinen und Toiletten zu schaffen, sei absolut angebracht. Allerdings ist er überzeugt davon, dass "viele Kritikpunkte im Laufe der Planung" auftauchen würden.

Wärmekabinen beibehalten

Michael Greiner, Fraktionssprecher der Freien Wähler (FW), stimmte hinsichtlich neuer Umkleiden und Duschen seinem Kollegen Meier zu. Viele Badbesucher würden die Wärmekabinen schätzen, die es beizubehalten gelte, wie er betonte. Man könnte unter Umständen eine der Sammelumkleiden beheizen, erwiderte Mahl.

Der Neubau, so Mahl, werde rund 400.000 Euro kosten, die Bestandssanierung etwa 340.000 Euro. Der Bürgermeister geht davon aus, dass man im Herbst den Neubau in Angriff nimmt, um nach der Badesaison 2021 das alte Gebäude zu sanieren.

Wenn die Stadt Hilpoltstein tatsächlich in den Genuss staatlicher Förderung käme, im Moment sind 120 Millionen Euro für Bäder im Freistaat in den bayerischen Haushalt eingestellt, wäre die finanzielle Unterstützung eher geringer Natur, sagte Kämmerer Klaus Waldmüller. Denn Hilpoltstein werde nicht das einzige Bad sein, das Gelder abschöpfen will. Ungeachtet dessen werde man natürlich versuchen, eine Finanzspritze zu bekommen. 

HARRY RÖDEL E-Mail

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