Dienstag, 22.10.2019

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Erster Spatenstich und vor der Tür das gelbe Ungetüm

Anbau des LBV-Kindergartens "Arche Noah": Zwölf neue Krippenplätze für HIP - 06.10.2019 06:14 Uhr

Eigentlich sind es ja Schaufeln: Offizieller Spatenstich für den Anbau des LBV-Kindergartens „Arche Noah“ in Hilpoltstein, der um 12 Krippenplätze erweitert wird. © Foto: tts


Dieses Schauspiel bleibt den Mädchen und Buben noch länger erhalten, denn nachdem zunächst die Voraussetzungen für den geplanten Anbau geschaffen wurden, folgte am Mittwoch der offizielle "Erste Spatenstich". Nötig wurde das Bauprojekt, dem auch ein Teil des Kindergarten-Gartens weichen musste, durch den Bedarf für zwölf zusätzliche Krippenplätze.

Deutliche Entzerrung

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) als Träger des Kindergartens hat bei der Stadt Hilpoltstein für die bisher altersgemischte Einrichtung für Kinder unter drei Jahren den Anbau einer Krippe an den Kindergarten beantragt. Der Anbau, in dem neben Betreuungsräumen mit 90 Quadratmetern eine Mensa mit 50 Quadratmetern, eine Küche sowie eine behindertengerechte Toilette und ein Personalraum entstehen wird, bringt eine deutliche Entzerrung der räumlichen Situation.

"Seit dem Bau des Kindergartens im Jahr 1996 hat sich die Betreuungssituation stark verändert", erklärt Susanne Fuchs, Leiterin des Kindergartens: "So sind die Kinder bei uns heute deutlich länger, und zu unterschiedlicheren Zeiten als früher im Haus. Durch den Anbau werden wir den heutigen Anforderungen des Betreuungsbedarf wieder gerecht."

Bedarf anerkannt

Bisher wurden bereits Krippenkinder im LBV-Kindergarten betreut, jedoch im Rahmen der altersgemischten Einrichtung und nicht als eigenständige Krippengruppe. Um den Anbau der Krippe über das Sonderprogramm für "Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 - 2020" vom Staat fördern lassen zu können, erkannte die Stadt Hilpoltstein einen Bedarf von zwölf Krippenplätzen an.

Die Kinderkrippe "Spatzennest" zieht voraussichtlich im September 2020 in den Neubau, so dass im Bestandsgebäude Platz wird für zwölf neue Kindergartenplätze.

Die Gesamtkosten des Anbaus belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, wobei mit 90 Prozent der größte Teil aus Fördermitteln finanziert wird: 65 Prozent übernimmt der Freistaat Bayern, 25 Prozent der Bund. Die restlichen zehn Prozent trägt die Stadt Hilpoltstein.

Sperrung bis Februar

Bis zum Abschluss der Baumaßnahme dauert es voraussichtlich noch bis August nächsten Jahres, so dass zum Beginn des Betreuungsjahrs 2020/21 dem Einzug der Kinder in ihr neues Domizil voraussichtlich nichts mehr im Wege stehen wird. Anwohner und Autofahrer müssen (je nach Witterung) noch voraussichtlich bis Februar warten, bis die Lindenallee wieder für den Verkehr freigegeben wird. Die Sperre bleibt bestehen, solange der Kran benötigt wird.

Im Gegensatz zu den Verkehrsteilnehmern werden die Kindergartenkinder das "gelbe Ungetüm" vor der Tür aber ganz bestimmt vermissen.

TOBIAS TSCHAPKA E-Mail

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