Dienstag, 22.10.2019

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Feuerwehr Aue: Nagelneue Pumpe in den Dienst gestellt

Bei der Einweihung wurde die Leistungsstärke der Maschine vorgeführt - 05.10.2019 17:31 Uhr

"Wasser marsch!" hieß es zur Vorführung, als Wasser zur Demonstration auf einen abgeernteten Acker gespritzt wurde. © Jürgen Leykamm


Die wassergekühlte Feuerlöschkreiselpumpe hört auf den Namen "Magirus Fire 1000". 77 PS sorgen für einen Druck von zehn Bar, erklärte Kommandant Stefan Stadler. Beim Transport ist Muskelkraft beziehungsweise Teamarbeit gefragt. "Die neue Pumpe ist 192 Kilogramm schwer", führte er aus, "doch dafür hat sie einen Elektrostarter."

"Wasser marsch!"

Maschinist Maximilian Mader überprüfte noch einmal den korrekten Sitz der Schläuche, bevor der Ruf "Wasser marsch!" erschallte. Schnell bahnte sich das Wasser vom benachbarten Hydranten seinen Weg durch Schläuche und Pumpe, bevor es sich zu Demonstrationszwecken über einen abgeernteten Acker ergoss und für einen kleinen Regenbogen sorgte. Die Gäste nutzten anschließend die Gelegenheit, die Maschine bei offenem Deckel etwas näher zu inspizieren.

Es handelt sich um die dritte Tragkraftspritze in der langen Geschichte der Wehr, die 1882 begann. Damals musste man sich noch mit einer Handspritzpumpe aus dem Jahr 1870 begnügen, blickte der zweite Kommandant Stefan Hölzel zurück. 1956 gab es die erste Motortragkraftspritze, zur der sich 1985 eine weitere, modernere gesellte. Jene TS 8/8 hat nun fast 35 Jahre ihren Dienst getan, nun soll sie verkauft werden.

Sammelbestellung für acht

Der Nachfolger ist Teil eines Gemeinschaftspakets. Denn die Marktgemeinde Thalmässing bedachte in einer Sammelbestellung gleich acht Ortsteilwehren, was einen Mengenrabatt von 10.000 Euro mit sich brachte. Der Endpreis lag damit für das gesamte Paket bei 88.000 Euro, 37.500 Euro gab es als Förderung. Mit neuen Pumpen seien nun alle Wehren ausgerüstet, die zugleich solidarisch ihre Abordnungen zum Fest in Aue entsandt hatten, zeigte sich Bürgermeister Georg Küttinger erfreut. Das ehrenamtliche Engagement der Kameraden "kann man gar nicht genug honorieren". Die Anschaffung der neuen Pumpen sei ein Zeichen der Wertschätzung für diesen Einsatz sowie eine Investition ins Gemeinwohl.

Die Mannschaft der Feuerwehr Aue verfügt über eine nagelneue Feuerlöschkreiselpumpe, die mit 77 PS rund 10 Bar Wasserdruck erzeugen kann. © Jürgen Leykamm


Ein "starkes Bild für den Zusammenhalt" der Feuerwehren in der Marktgemeinde biete der Blick in den vollen Saal, unterstrich auch Landrat Herbert Eckstein. Er verwies auf die stolze Zahl von 21 aktiven Kameraden in Aue – bei gerade einmal 132 Einwohnern. Zugleich rief er zu verlässlicher Beteiligung bei den Übungen auf sowie dazu, Verantwortung zu übernehmen. Denn auch mit der neuen Pumpe lasse sich nur helfen, wenn sie auch bedient werden könne.

Darauf zielte in seinen Worten auch Pfarrer Frank Zimmer ab, der beim Segen nicht nur das Gerät, sondern "alle, die mit ihm ihren Dienst tun" im Blick hatte. Die Maschine möge ihnen "ein verlässliches Hilfsmittel" sein. Nach dem offiziellen Teil schlug dann die Stunde der Thalmannsfelder Kapelle "Zechfrei", die den ganzen Abend über aufspielte.

Jürgen Leykamm E-Mail

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