Donnerstag, 19.09.2019

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Heideck: Neue Plätze für Häuslebauer geplant

Kleines Gebiet mit fünf Parzellen in Heideck ausgewiesen. - 25.07.2019 06:10 Uhr

Die fünf neuen Bauplätze liegen diesseits des Bachiwegs bis zum Bachi-Spielplatz (am rechten Bildrand zu erahnen). © Eva Schultheiß


Bauamtsleiter Marius Bär erläuterte das Vorhaben, das aus einer Bauvoranfrage im vergangenen Jahr entstand. Ein Bauwerber besitzt ein Grundstück südlich des Bachiwegs und wollte dieses bebauen. Das sei nur genehmigungsfähig im Rahmen eines Bebauungsplans, der für die gesamte südliche Straßenseite nach dem Spielplatz bis zum Ende der Häuser gilt, stellte das Landratsamt fest.

Daher ließ die Stadt diesen Streifen überplanen, auf dem fünf Häuser Platz finden. In der Gestaltung griff man die Formen des Baugebiets Bachi auf und lässt Sattel- und Walmdächer zu. Wert wurde auch darauf gelegt, die Höhe der Häuser zu begrenzen, damit sie die bestehenden Häuser nicht beschatten.

Bebauungsplan einstimmig beschlossen

Die Firstrichtung Nord-Süd wollte Dr. Reinhard Spörl (FW) für alle Grundstücke mit aufnehmen, um die Sonnenenergie nutzen zu können. Bürgermeister Ralf Beyer wies darauf hin, dass sich das bei den meisten Grundstücken sowieso anbietet. Außerdem seien dies recht schattige Plätze, vor allem im Winter, da steige die Sonne monatelang nicht über den Hang zum Offenbrunn und die Bäume am Barthskeller empor.

Dieses Thema griff eine Bachi-Anwohnerin in der Fragerunde nach der Sitzung auf. Sie wies darauf hin, dass auf ihr Dach von November bis zum März kein Sonnenstrahl falle. Bei den näher am Hang stehenden Häusern sei dies ein noch viel längerer Zeitraum. Auch wies sie auf fehlende Stellplätze hin, wenn die jetzigen den neuen Häusern weichen müssen. Einstimmig beschloss der Stadtrat den Bebauungsplan aufzustellen und öffentlich auszulegen.

Zum Bebauungsplan "Am Klosterfeld" in Seiboldsmühle gingen inzwischen die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ein. Marius Bär ging unter anderem auf die des Landratsamts Roth ein, das darauf hinweist, dass man nicht vorschreiben kann, Zisternen einzubauen. Vielmehr könnten auch Mulden und Rigolensysteme (wasseraufnehmende Schichten aus Kunststoff oder Kies) eingebaut werden, um Niederschlagswasser aufzunehmen und mit der Zeit versickern zu lassen. Hierfür könnten bestimmte Flächengrößen festgelegt werden. So würde das dem natürlichen Wasserkreislauf durch Dächer entnommene Regenwasser wieder dem örtlichen Wasserkreislauf zugeführt werden. Nach dem Vorschlag der Verwaltung werde diese Möglichkeit mit aufgenommen.

Tempolimit 50 statt 70

Zwei Anlieger regten an, die Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich umzuwandeln und feste Parkbuchten einzubauen. Da aber hier bereits eine Tempo-30-Zone ist, erachtet der Stadtrat eine Verkehrsberuhigung für unnötig. Vor allen ziehe die entstehende Ringstraße anstelle zweier Stichstraßen keinerlei Abkürzungsverkehr an, sondern werde nur von Anliegern und Lieferanten genutzt. In diesem Zusammenhang brachte Rainer Herger (FW) wieder einmal den Wunsch auf, das Ortsschild weiter Richtung Osten zu versetzen, sodass an der Einmündung in die Staatsstraße nicht mehr 70 Kilometer, sondern nur noch 50 Kilometer in der Stunde gefahren werden dürfen. Parkbuchten könnte man noch zu einem späteren Zeitpunkt einplanen, das müsse noch nicht jetzt sein, sagte der Bürgermeister.

Einstimmig beschloss der Rat, die Abwägungsergebnisse in den Bebauungsplan einzuarbeiten, allerdings nicht die erneute Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, die Einwendungen oder Anregungen hatten. Rudolf Schmidler, der Fraktionssprecher der FW, rollte nämlich das Thema "Kanal und Trennsystem" auf. Die Wasserwirtschaft befürworte dies nicht zu sehr, vielmehr sollte das Niederschlagswasser an Ort und Stelle zurückgehalten werden, informierte Bürgermeister Beyer. Regenwasser, das die Zisterne nicht mehr fassen kann, würde in den Mischwasserkanal geleitet, so Schmidler, und wenn bei sehr großen Niederschlägen der Überschuss direkt in die Bäche gelangt, müsste die Allgemeinheit für die durch die Bauten bedingten Wassermengen Regenrückhaltebecken bauen. Das halte er nicht für richtig. Schmidler und Dr. Spörl stimmten aus diesem Grund gegen die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. 

EVA SCHULTHEIß E-Mail

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