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Hilpoltstein gibts jetzt in lecker und süß zum Aufessen

Die Fairtrade-Stadt hat ihre eigene Schokolade mit kreativen Etiketten. - 20.09.2019 18:10 Uhr

Andrea Hofbeck, Werner Geßler, Celin Kotulla, Fabienne Knoll, Roksana Plenna, Lisa Dietrich, Doreen Meister und Markus Mahl (v. l.) sind stolz auf „ihre“ Schokolade. © Foto: tts


Es handelt sich um fair gehandelte Schokolade in den Sorten Vollmilch und Zartbitter, deren Verpackung von Kindern gemalte Wahrzeichen der Stadt zeigen. Die Steuerungsgruppe zur Kampagne "Fairtrade-Town Hilpoltstein" mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft suchte vier Motive aus, die Kinder aus Schulen im Hilpoltsteiner Ortsgebiet eingereicht hatten. Anlässlich der bundesweiten "fairen Woche" präsentierte Bürgermeister Markus Mahl im Sitzungssaal des Rathauses die Gewinner und stellte die "Hip-Schokolade" vor.

Burg als zentrales Motiv

"Wir wollen den Fairtrade-Gedanken möglichst breit in der Öffentlichkeit kundtun und wie geht das besser als mit einem Produkt, dass wohl jedem schmeckt", meinte Mahl. Es sei nicht leicht gewesen, unter den Einsendungen die schönsten Motive herauszusuchen, "aber wenn alle Schokolade verkauft ist und wir nachbestellen, haben auch die anderen Bilder, die wir noch in Reserve haben, eine Chance, auf den Tafeln zu landen".

Die Bilder können sich sehen lassen: Fabienne Knoll von der Hilpoltsteiner Grundschule wählte Motive des Burgfests für ihren Entwurf. Das Bierzelt, ein Riesenrad, die Burg und auch die Kirche finden sich auf ihrer Tafel. Ebenfalls die Burg als Motiv wählten die Mittelschülerin Lisa Dietrich und Roksana Plenna von der Regens-Wagner-Schule.

Nicht nur der Preis zählt

Von Lisas Burgmauern tropft die Schokolade herunter, die Mauer von Roksanas Burg hingegen scheint aus lauter kleinen Schoko-Rippen zu bestehen. Und auch auf dem Entwurf von Celin Kotulla vom Gymnasium ist umrissartig die Burg zu erkennen, umrahmt von Schokobohnen. Als Belohnung für ihre kreative Arbeit erhielten die vier Schülerinnen neben einem Fußball eine Rose – beides natürlich aus fairem Handel.

Erhältlich sind die 100-Gramm-Tafeln zum Preis von 1,90 Euro in der Residenz und im Weltladen "Senfkorn". Werner Geßler vom Weltladen, der zusammen mit der Stadträtin Andrea Hofbeck zur Fairtrade-Steuergruppe gehört, betonte, dass die Zutaten der Schokolade außerdem alle aus biologischer Erzeugung stammen; das schließe ausdrücklich auch die Milch ein.

Naschen erlaubt

"Wir beginnen am Bauernmarkt mit dem Verkauf", sagte Geßler. Doreen Meister von der Verwaltung erklärte, dass die Schokolade mit den Hilpoltsteiner Motiven künftig auch bei städtischen Veranstaltungen sowie für Geschenkkörbe für Jubilare verwendet wird. "Wir werden mit dem Verkauf keinen großen Gewinn erzielen, sondern hoffen, dass wir mit unserer individuellen Schokolade den Fairtrade-Gedanken weiter verbreiten und die Leute darauf aufmerksam machen, dass nicht nur der Preis zählt, sondern auch die Herkunft und die Bedingungen, unter denen Ware produziert wird", so der Bürgermeister.

Nach dem offiziellen Teil war das Naschen ausdrücklich erlaubt und diese Gelegenheit packten nicht nur die Schülerinnen, sondern auch alle Erwachsenen ausgiebig beim Schopf. Denn neben der individuellen Verpackungsgestaltung zeigten sich alle Beteiligten auch mit dem Geschmack des Inhalts mehr als zufrieden.

 

TOBIAS TSCHAPKA E-Mail

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