Dienstag, 12.11.2019

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Paukenschlag: Neuer Kindergarten für Meckenhausen

Hilpoltstein will an der Straße nach Karm einen Ersatz für St. Martin bauen. - 08.11.2019 15:31 Uhr

St. Martin in Meckenhausen ist voll und sanierungsbedürftig. Im Süden Meckenhausens (gelber Kreis) soll ein Neubau für den Nachwuchs im größten Hilpoltsteiner Ortsteil entstehen. © Screenshot: Google Maps


Hintergrund ist die Enge in der Kindertagesstätte St. Martin. Im Mai hatte der Stadtrat bereits diskutiert, wie es dort weitergehen solle, laut Mahl war St. Martin in Teilen als Kindergarten geplant gewesen, nun aber sei auch in Meckenhausen die Kinderzahl gestiegen. In einer Krippengruppe, einer Übergangs- und drei Kindergartengruppen werden dort zurzeit etwas mehr als hundert Kinder betreut.

Neubau statt Sanierung

Nach der Diskussion im Mai setzte sich die Verwaltung erneut mit dem Träger zusammen, der katholischen Kirchenstiftung. Am wirtschaftlich sinnvollsten erschien nun keine Sanierung, sondern ein Neubau. Das Raumangebot dort entspreche nicht mehr den heutigen pädagogischen Anforderungen, so Mahl im Nachgang der Sitzung.

In der nächsten Sitzung am 21. November soll der Stadtrat nun einen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes über ein städtisches Wiesengrundstück im Süden Meckenhausens fassen – es war einst für den Sportplatz der Schule im Gespräch gewesen. Derzeit sind dort zwei Krippengruppen und drei Regelkindergartengruppen geplant. Als Schätzwert gibt die Verwaltung momentan 3,2 Millionen Euro an und rechnet über den Finanzausgleich (FAG) mit zirka 65 Prozent Förderung. Mit dem Antrag und der anschließenden Planung hofft die Stadt jedoch auf höhere Zuschüsse über das überzeichnete Sonderinvestitionsprogramm, das die Staatsregierung möglicherweise neu auflegen wird (wir berichteten). Die Eile hat neben dem finanziellen auch einen praktischen Nutzen: 2022 könnte der neue Kindergarten – erneut unter Trägerschaft der Kirchenstiftung – bezugsfertig sein.

Fläche für Mehrgenerationenhaus?

Auch für ein Hilpoltsteiner Projekt zeichnet sich eine Lösung ab: Schon länger wird hier über ein Mehrgenerationenhaus diskutiert, verschiedene Standorte wurden durchgespielt (Bahnhofstraße, Dorotheenhöhe), keiner bot sich aber wirklich an.

Nun steht in der Jörg-von-Leonrod-Straße ein Grundstück zum Verkauf, das, relativ zentral und in der Nähe der Allersberger Straße und der Awo, interessant wäre. Der Stadtrat soll in der nächsten Sitzung über die Aufstellung eines Bebauungsplanes entscheiden. Damit will die Stadt einen Fuß in der Tür haben und sich die Möglichkeit eines von anderer Seite verwirklichten Mehrgenerationenhauses offen halten.

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