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Sonntag, 22.09.2019

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Pyraser Brauereifest bekommt Besuch aus dem All

Der Familientag "Kinderlachen" steht unter dem Motto Weltraum - 26.08.2019 10:50 Uhr

Das Pyraser Brauereifest ist jedes Jahr sehr beliebt. Jedes Jahr lässt sich die Brauerei etwas Neues einfallen, diesmal einen Künstler-Workshop, bei dem eigene Bierfilzl gestaltet wurden. © Tobias^Ttschapka


Rechtzeitig zur Rückkehr des Sommers fand in Pyras das Brauereifest statt, denn die schweißtreibenden Temperaturen machten durstig. Und beim „Kinderlachen“ konnten sich Jungen und Mädchen austoben. 

Viele kamen mit dem Fahrrad, aber auch die kostenlosen Shuttlebusse erfreuten sich großer Beliebtheit. Neben Kulinarischem in flüssiger und fester Form gab es diesmal erstmals einen Künstlerworkshop, bei dem man unter der Anleitung der Wendelsteiner Künstlerin Ina Schilling Bierdeckel selbst gestalten konnte. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: In bunten Farben verewigten sich die jungen Teilnehmer mit ihren schönsten Motiven. 

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Bier und Spiele: Pyraser Brauereifest lockte Kinder und Erwachsene

Am Wochenende feierte die Landbierbrauerei in Pyras ihr alljährliches Fest. Bei besten Wetter gab es neben gutem Essen, viel Bier und Musik am Sonntag für die Kinder ein besonderes Programm: Beim "Kinderlachen" durften Kleine zwischen drei und zehn im Brauereiwald auf Schatzsuche gehen, die Hüpfburg entern oder Spaß mit dem Spielmobil haben.


Auch musikalisch war einiges geboten. Nachdem am Vorabend ein DJ-Battle zwischen Matt Kowalski, PornB, Tommy und Trizze den Gutshof zum Beben gebracht hatte, unterhielten im Biergarten „The Continental Breakfast“ und später die Neumarkter Partyband „Champane“ im Feststadl. Vergangenheit ist der „Pyraser Taler“, mit den man früher auf dem Gelände bezahlt hatte, dieser wurde wieder durch ganz normale Euro ersetzt.

Familien-"Invasion"

Wenngleich am Brauereifest schon gut was los war, so folgte beim „Kinderlachen“ eine regelrechte Invasion. Unzählige Familien wollten dem Fest einen Besuch abstatten, so dass die Plätze auf den Bierbänken schnell knapp wurden. 

Zumindest die Kinder hielt es dort aber sowieso nicht, denn einmal mehr lockte die Schatzsuche, die diesmal ganz im Zeichen des Weltraums stand. So versteckten sich zum Beispiel in der Nähe der Scheune die „Planeten“ unseres Sonnensystems. Es wurden kleine Raketen aus Papier gebastelt und mittels Luftdruck aus einem Blasebalg abgeschossen oder die „Erdkugel“ auf einem Tennisschläger ins Ziel balanciert. Beim Sackhüpfen wäre Schwerelosigkeit zwar von Vorteil gewesen, aber so sahen sie auch fast aus wie die Apollo-Astronauten, die vor 50 Jahren über die Mondoberfläche hüpften. 

Kosmonaut Klaus-Dieter Flade war auf Mir und freute sich, mit den Kindern Weltraum-Experimente durchzuführen. Erinnerungsfotos gab's natürlich auch. © Tobias Tschapka


Apropos Astronaut: Passend zum galaktischen Thema war beim „Kinderlachen“ tatsächlich ein echter Kosmonaut zu Gast. Klaus-Dieter Flade gehörte in den 1990er Jahren zum deutschen Astronautenteam und besuchte als Forschungskosmonaut die russische Weltraumstation „Mir“. 

Dementsprechend hatte er den Kindern viel zu erzählen führte mit ihnen Experimente durch: Unter anderem Versuche mit der Oberflächenspannung von Wasser oder der Bau einer Da Vinci-Brücke aus Holz. Und natürlich konnte man sich mit Flade im blauen Kosmonauten-Overall fotografieren lassen. 

Der Mann im Mond hatte Urlaub

„Willst du mit mir fliegen?“, fragte er einen kleinen Jungen, ehe beide gemeinsam für das Foto die Arme ausbreiteten, fast so wie in Schwerelosigkeit. „Hast du denn auch den Mann im Mond gesehen?“, fragte der Bub zum Abschied. „Leider nicht, der war wohl gerade im Urlaub, als ich im Weltraum war“, schüttelt Flade den Kopf. „Aber den Sandmann, den habe ich gesehen!“ 

Flade hat viel Spaß in Pyras. „Kinder sind mein Leben“, sagt er, bereits fünffacher Großvater. Die Arbeit mit Kindern mache ihm nicht nur Spaß, sondern sei auch wichtig für die Zukunft der Erde. „Wir wollen alle dazu motivieren, sich möglichst früh mit Wissenschaft zu beschäftigen“, sagt Flade. 

Er ist Mitglied der „Association of Space Explorers“, einem exklusiven Club, dessen Aufnahmebedingung ist, einmal im Orbit rund um die Welt geflogen zu sein. Die Mitglieder eint die Sorge und die persönliche Verantwortung für die Erhaltung und den Schutz der Natur der Erde. Gerade Astronauten seien besonders geeignete Botschafter für diese internationalen Ziele, „denn wir halten nichts von Grenzen, weder im Glauben noch geopolitisch“, so Flade.

 

  

Tobias Tschapka

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