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Samstag, 17.08.2019

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Schwere Ausrüstung beim Spiel ohne Grenzen

Der 38. Kreisjugendfeuerwehrtag wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Hilpoltstein ausgerichtet. - 15.07.2019 11:00 Uhr

An den einzelnen Stationen galt es ganz unterschiedliche Aufgaben zu lösen. Auch die Mädels zeigten dabei Geschick und Können. © Foto: Tobias Tschapka


Seit Februar liefen die Vorbereitungen bei den mit der Ausrichtung beauftragten Hilpoltsteiner Floriansjünger, die immerhin rund 400 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren ein Wochenende lang beherbergen (wobei da die vielen Betreuer und Helfer noch gar nicht mit mitgezählt sind) und allen ein attraktives Programm bieten wollten. Zu diesen Zweck verwandelte sich die große Wiese hinter der Stadthalle in eine riesige Zeltstadt, wo neben jeder Menge Feuerwehrautos rund 50 Zelte und Pavillons aufgebaut wurden.

Viel zu tun

Auf dem Stadthallen-Parkplatz befand sich die mobile Führungsstelle, die das THW-Hilpoltstein ihren Blaulicht-Kollegen von der Feuerwehr zur Verfügung gestellt hatte, das "Zentrum" des Kreisjugendfeuerwehrtages. "Natürlich hätten wir auch in einer Holzhütte oder eine Umkleidekabine unser Lagerbüro aufschlagen können, aber dank unseres freundschaftlichen Verhältnisses zur THW-Ortsgruppe dürfen wir hier ganz komfortabel unserer Arbeit nachgehen", freute sich der Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Hiltner. Und in der Tat, es gab viel zu tun an diesem Wochenende, wobei sich auch die anderen Ortsfeuerwehren aus dem Hilpoltsteiner Stadtgebiet bei der Durchführung engagierten.

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Proben für den Ernstfall: Kreisjugendfeuerwehrtag in Hilpoltstein

Am Wochenende kam die Feuerwehrjugend des Landkreises Roth in Hilpoltstein zusammen: Beim 38. Kreisjugendfeuerwehrtag wurde fleißig geübt. Auch der Spaß durfte nicht fehlen.


Am Freitag und Samstag reisten die Teilnehmer aus dem ganzen Landkreis an und bauten ihre Zelte auf. Insgesamt beteiligten sich 41 jeweils vier- bis achtköpfige Gruppen aus 32 Ortsfeuerwehren aus dem gesamten Landkreis, wobei die FF Obermässing mit vier Gruppen den größten Verband stellte. Darüber hinaus war als externer Gast auch die Feuerwehr aus Schwabach mit von der Partie.

Die Frauenquote beim Feuerwehrnachwuchs lag bei 32,5 Prozent, folglich steckten ein Drittel Mädchen und junge Frauen unter den Helmen.

Los ging es dann am Samstagnachmittag mit einer Ortsrallye durch Hilpoltstein, bei der an mehreren Stationen Aufgaben gelöst werden mussten. "Dabei handelt es sich um spaßig Spielchen in Verbindung mit feuerwehrtechnischen Gerät", stellte Felix Stier, der Jugendwart der FF Hilpoltstein fest. Unter anderem wurde mit dem Feuerwehrschlauch "gekegelt", ein Hindernislauf mit Bergetuch absolviert, sowie auf dem Stützpunkt des THWs das Anheben von Lasten mit hydraulischer Unterstützung als Wettkampf veranstaltet.

Wanderpokal lockte

Ein ökumenischer Gottesdienst mit vorausgehendem Zug zur Stadtpfarrkirche gehörte ebenso zum ersten Tag wie eine "Beachparty" im Stadtbad, wobei alle Teilnehmer nicht nur keinen Eintritt zahlen mussten, sondern sogar noch eine gute Stunde länger im Bad bleiben durften als es die normalen Öffnungszeiten erlauben. Dass sich das Wetter nicht gerade hochsommerlich präsentierte war für die jungen Feuerwehrleute kein Problem. "Die nehmen das mit Humor, außerdem verfügen ja alle über eine gute Schutzkleidung", meinte Kreisjugendfeuerwehrwart Hiltner und grinste.

Während bei den Geschicklichkeitsaufgaben der Stadtrallye keine Feuerwehrmontur vorgeschrieben war (was viele nicht daran hinderte, sie dennoch zu tragen), war die schwere Ausrüstung beim "Spiel ohne Grenzen" am Sonntagvormittag Pflicht. Die Übungen fanden im Feuerwehrstützpunkt, im Stadtbad und auf dem Bolzplatz Richtung Auhof statt. Unter anderem galt es, ein Männchen aus sperrigen Armaturen zusammenzuschrauben, einen Golfball mit vereinten Kräften durch einen Schlauch zu bekommen (mit Handschuhen keine leichte Aufgabe), und unter dem Motto "Löschangriff" mit Hilfe rein manueller Wasserpumpen, die auch noch von Hand mit Eimern gefüllt werden mussten, und einer Kübelspritze auf einer Spritzwand ein Loch zu treffen und zu befüllen. Am Ende wurden die Punkte von der Stadtrallye und vom "Spiel ohne Grenzen" zusammengezählt und die Gewinner ermittelt, denn schließlich wartete auf die beste teilnehmende Gruppe der große Wanderpokal des Kreisjugendfeuerwehrtages, für die Plätze zwei bis zehn gab es etwas kleinere Pokale, gestiftet von den Kreisbrandmeistern und Kreisbrandinspekteuren.

Auf dem ersten Platz landete die Gruppe Kammerstein I, gefolgt von den Gruppen Abenberg I und II, Gastgeber Hilpoltstein landete auf dem neunten Platz. Als besondere Überraschung erhielten alle Gewinner spezielle vom Hilpoltsteiner Designer Ulrich Planer entworfene Erinnerungstäfelchen, die das Hilpoltsteiner Brunnenmännla mit Rauschebart in voller Feuerwehrmontur und mit rotem Hydranten zeigt. Alle Teilnehmer des 38. Kreisjugendfeuerwehrtages bekamen außerdem einen Stoffbeutel mit dem gleichen originellen Motiv.

 


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TOBIAS TSCHAPKA E-Mail

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