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Stehende Ovationen und ein hundertprozentiges Ja

Der SPD-Ortsverein kürte Markus Mahl wieder zum Bürgermeisterkandidaten. - 29.11.2019 15:34 Uhr

Markus Mahl (zweiter von links) wurde von der SPD erneut ins Rennen um das Bürgermeisteramt in Hilpoltstein geschickt. © Heinz Ripka


"Die Chancen stehen nicht schlecht" angesichts der (positiven) Bilanz der vergangenen sechs Jahre erneut auf dem "Thron" im Rathaus Platz nehmen zu können. Mahl versprach zusammen mit seinem "besten Wahlteam" auch wieder einen "fairen Wahlkampf" zu führen. Gleichwohl sich der amtierende Bürgermeister hinsichtlich seiner Wiederwahl zuversichtlich zeigte, werde er seine Herausforderer Christoph Raithel (CSU) und Stefanie Schmauser-Nutz (Freie Wähler) keinesfalls unterschätzen.

Neues Hallenbad kommt

Als vorrangiges Ziel der Sozialdemokraten bei der anstehenden Kommunalwahl im März 2020 erklärte er, zum einen den Bürgermeisterposten behalten zu wollen, zum anderen solle die SPD mit neun Frauen und Männern die stärkste Fraktion bleiben – vor der CSU, den Grünen und den FW. Diese historische Konstellation hatte sich erstmals nach der Kommunalwahl 2014 ergeben.

Mahl betonte in seiner Bilanz der sich dem Ende zuneigenden Wahlperiode, dass sowohl Stadtrat als auch Verwaltung eine "zukunftsorientierte Politik" gemacht hätten. So sei in Sachen Familienpolitik seit 2014 unglaublich viel passiert: Im Neubaugebiet "Dorotheenhöhe" und in Meckenhausen entstehen jeweils neue Kindergärten und -krippen. "Weitere Planungen in dieser Hinsicht sind von der großen Politik abhängig." Der Bedarf an Betreuungsplätzen sei ein Indiz dafür, dass Hilpoltstein "aufblüht" und als Wohnort sehr begehrt ist.

Hilpoltstein sei aber auch eine "Sportstadt". So werde an der Grundschule ein neues Hallenbad entstehen. In welcher Dimension sei noch nicht geklärt. "Wir werden ein Hallenbad bauen. Die Frage ist nur, wie groß." Nicht zuletzt würden bei großen Becken die Betriebskosten in die Höhe schnellen. Mahl ist sich aber bewusst, dass ein Hallenbad ein Draufzahlgeschäft ist. Genauso wie das städtische Freibad, mit dem jährlich ein Defizit in Höhe von rund 250.000 Euro eingefahren werde. Ungeachtet dessen investiere die Stadt auch in diese Einrichtung. Dabei entstehe unter anderem ein neuer Sanitär- und Umkleidetrakt; das Bestandsgebäude werde entsprechend umgebaut.

Hilpoltstein als Kulturstadt

Hilpoltstein sei aber auch eine Kulturstadt. Drei "hochkarätige Kapellen" (Stadtkapelle, Blaskapellen Meckenhausen und Jahrsdorf) würden davon genauso wie die Veranstaltungsreihe "ResidenzKultur" Zeugnis ablegen. Aber auch "Kunst im öffentlichen Bereich" würde den Titel als Kulturstadt fördern. "Kultur und Kunst gehören für mich untrennbar zusammen", erklärte Mahl.

"Keine Kommune hat so viele Radwege wie Hilpoltstein", berichtete der amtierende Bürgermeister weiter. So werde man nächstes Jahr in Kooperation mit der Marktgemeinde Thalmässing das Projekt Radweg zwischen Weinsfeld und Offenbau in Angriff nehmen und den Radweg nach Solar erneuern. Die Umsetzung eines Radwegkonzeptes sei in Hilpoltstein angesichts der "Engen der Altstadt" nicht überall möglich. Von der Entwicklung des Radwegnetzes sei auch eine Optimierung der Ampeln am Altstadtring abhängig.

Eine Verkehrsmessung 2010 habe ergeben, dass "wir in Hilpoltstein sehr viel Binnenverkehr haben", meinte Mahl. Ob man diesen mit der Alternative "Fahrrad" kontern könne, sei fraglich – ein "langwieriger Prozess". Sehr zufrieden zeigte sich Markus Mahl mit der Entwicklung der Gewerbesteuer sowie des kommunalen Anteils an der Einkommensteuer. Für die Gewerbesteuer seien dieses Jahr 5,5 Millionen Euro eingeplant. Dies sei für eine Stadt in der Größenordnung Hilpoltsteins "ganz hervorragend", schwärmte der amtierende Rathauschef. Weiterhin erklärte er, dass die Stadt Hilpoltstein schuldenfrei wäre, würde man an die Rücklagen gehen. Für Ende des Jahres geht Mahl nach aktuellem Stand von einer Pro-Kopf-Verschuldung von 200 Euro aus.

HARRY RÖDEL E-Mail

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