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Über 1500 Weißstörche in Bayern flügge geworden

LBV: Immer mehr Störche in der Region - 21.11.2020 10:45 Uhr

Immer weniger Störche ziehen über den WInter Richtung Afrika. Viele Verbingen die kalte Jahreszeit in Spanien und Portugal.

21.11.2020 © Klaus-Dietmar Gabbert, dpa


Mehr als 1500 Weißstorchenjunge sind heuer im Freistaat flügge geworden. "Wir haben in den letzten Jahren einen steigenden Bestand in Bayern", sagte Oda Wieding, Weißstorchexpertin des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) in Hilpoltstein. "Und wir haben jedes Jahr einen neuen Rekord an Storchenpaaren." Nach den diesjährigen Zählungen haben über 750 Paare Nester besetzt. Über 600 von ihnen haben erfolgreich gebrütet.

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Abendbrot auf grünen Wiesen: Störche bevölkern Regnitzgrund

Mehr als 100 Störche haben im Juli 2018 in mehreren Gruppen im Regnitzgrund zwischen der Freien Scholle und der Innenstadt versammelt. Sie holten sich dort ihr Abendessen, denn die Wiesen waren bewässert worden, was Ungeziefer, Mäuse und Insekten an die Oberfläche gescheucht hatte.


Dass die Bilanz so gut ausfällt, hätte Wieding noch im Frühjahr nicht gedacht. "Anfang Mai hatten wir eine längere Regenphase." Eine Gefahr für Jungtiere, denn sie werden nass und kalt und bekommen weniger Futter - statt auf Nahrungssuche zu gehen, schützen die Altstörche ihren Nachwuchs im Nest. "Bei zwei Tagen Dauerregen kann das dann kritisch werden", sagte die Weißstorchexpertin.


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Bis zu 60 Prozent der Jungvögel sterben im ersten Jahr, viele von ihnen verhungern. Trotzdem überleben laut Wieding insgesamt immer mehr Weißstörche. Das liegt unter anderem daran, dass viele der mit einem Rucksacksender ausgestatteten Zugvögel im Winter keinen allzu weiten Weg mehr auf sich nehmen. Statt in Afrika überwintern sie beispielsweise in Spanien. Hier finden sie ausreichend Nahrung und kürzere Strecken bedeuten weniger Gefahren.

Etwa 300 Störche pro Jahr verzichten Wieding zufolge sogar ganz auf die beschwerliche Reise gen Süden. Besonders Tiere aus Aufzucht- oder Ansiedlungsprogrammen würden nach ihrer Auswilderung oft auch im Winter in Bayern bleiben. "So ein Vogel ist nicht blöd, der merkt, dass man hier überwintern kann." Die Zuchtvögel verleiten schließlich ihre Partner dazu, auch zu bleiben.

Kalt wird ihnen im Freistaat dank ihres Federkleids nicht: "Die haben ihre Daunenjacke schon an", sagte Wieding. Und Nahrung würden sie notfalls auch im Goldfischteich finden.


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dpa

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