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Viel Lob für ein Erfolgskonzept und kein runder Geburtstag

Das "Haus der kleinen Forscher" will Kinder früh an Naturwissenschaften heranführen - 25.05.2019 12:30 Uhr

Pädagogische Fach- und Lehrkräfte vom „Haus der kleinen Forscher“ führen in der Hilpoltsteiner Residenz vor, mit welch’ einfachen Mitteln wertvolles Wissen Kindern beigebracht werden kann. © Marco Frömter


"Grund genug das Ereignis gebührend zu feiern", so Karl Scheuerlein von der Unternehmerfabrik im Landkreis Roth. Bildung sei ein wichtiger Baustein in der Region. Mit einschlägiger Förderung – verbunden mit einer entsprechenden Heranführung an das Berufsleben – könne nicht früh genug begonnen werden.

Nur Spaß müsse der speziell auf Kinder zugeschnittene Unterricht machen, sowohl auf der Seite der jungen Teilnehmer als auch bei den eingesetzten Lehrkräften. Dies sei bisher gut gelungen, weshalb am Erfolgsrezept weiterhin festgehalten werden soll. Es wäre unverzeihlich, das "Haus der kleinen Forscher" nicht weiter auszubauen, so Scheuerlein.

Kinder stark machen

Rund 70 Kindertagesstätten, Grundschulen und Horte im ganzen Landkreis Roth würden das Angebot des "Haus der kleinen Forscher" bereits vermitteln; mit dem Ziel, Mädchen und Jungen von klein auf für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ("MINT") zu begeistern. Offiziell seien sieben Einrichtungen landkreisweit zertifiziert. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte werden kontinuierlich vor Ort zur Umsetzung des Lerninhaltes fortgebildet. Im Rahmen der Feierlichkeit erfolgte in der Hilpoltsteiner Residenz gleichzeitig eine Fortbildung mit Experimenten zum Thema "Technik – Kräfte und Wirkungen".

"Die Kinder sollen für die Zukunft stark gemacht werden." Denn: "Eine frühkundliche Förderung kompensiert nicht nur sozial bedingte individuelle Unterschiede, sondern legt auch die Basis für gut orientierte, künftige Nachwuchsfachkräfte."

Unterstützt wird das Projekt auch von der Industrie- und Handelskammer Nürnberg. Dort sei man stolz, dass im Zuständigkeitsbereich der IHK bereits 2800 Lehrkräfte aus rund 860 Kindertagesstätten, Horten und Grundschulen aktiv am Netzwerk der Bildungsinitiative teilnehmen würden. Alleine im letzten Schuljahr seien nahezu 50 Fortbildungen in diesem Bereich durchgeführt worden.

"Gutes Gespür" des Landkreises

Großen Dank zollte IHK-Projektkoordinatorin Kerstin Lesch für eine "gute Projektpartnerschaft". Es könne sich auf starke Regionalpartner verlassen werden. "Bereits die Kleinsten werden für die alltäglichen Dinge sensibilisiert", erklärte auch Lars Hagemann, vom IHK-Gremium Landkreis Roth: "Eine tolle Sache, die gewürdigt gehört".

Der Landkreis Roth habe bei der Initiierung ein "wirklich gutes Gespür" gehabt, so Scheuerlein. Besonders dankbar sei er auch der Stadt Hilpoltstein, die spontan die Räumlichkeiten der Residenz zur Verfügung stellte: "Das ist nicht selbstverständlich". Der Landkreis Roth sei überhaupt eine tragende Säule dieser Frühförderung: "Wir waren uns damals recht schnell im Klaren: Das ist etwas für uns." Lobende Worte sprach auch Daniela von Schlenk von der Carl Schlenk AG aus. Sie ist überzeugt: "Hier wird super Arbeit geleistet." Und das frühzeitig, ohne Druck. "Sie alle leisten einen wertvollen Beitrag zur frühen Berufsheranführung."

Das sieht auch Michael Buchholz vom Landratsamt so: "MINT soll Spaß machen. Somit erreichen wir viele kleine Teilnehmer. Die Kinder sollen dabei auf unterschiedliche Übergänge im Leben vorbereitet werden."

MARCO FRÖMTER E-Mail

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