Sonntag, 08.12.2019

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Wahl 2020: Diese Hilpoltsteinerin fordert Markus Mahl heraus

Stefanie Schmauser-Nutz will Bürgermeisterin in der Burgstadt werden. - 15.11.2019 22:03 Uhr

Will’s wissen: Stefanie Schmauser-Nutz ist die Kandidatin der Freien Wähler für das Bürgermeisteramt in Hilpoltstein. © Foto: Tobias Tschapka


Ihr (Etappen-)Ziel definiert sie im Brustton der Überzeugung: "Ich will mindestens in die Stichwahl." Das ist doch mal eine klare Ansage, wie überhaupt die Kandidatin Stefanie Schmauser-Nutz bei der Formulierung ihrer Wahlziele nicht lange "rumeiert", sondern gleich zur Sache kommt.

Beruflich stark eingespannt

Zuerst einige persönliche Daten zur 39-Jährigen FW-Bürgermeisterkandidatin. Sie sei Hilpoltsteinerin durch und durch: In der Burgstadt geboren und aufgewachsen. Nach der Mittleren Reife absolvierte sie eine Ausbildung als Zahnarzthelferin, eröffnete 2004 zusammen mit ihrem Gatten Thomas ein Geschäft für Heizung und Sanitär. Stefanie Schmauser-Nutz arbeitete sich bis zur Meisterin für Heizung und Sanitär hoch. Beruflich stark eingespannt und auch ehrenamtlich beim BRK engagiert – das sind alles keine Hindernisse für die Bürgermeister-Kandidatin, die sie seit der Nominierungsversammlung am Freitagabend ganz offiziell ist.

Zudem hat die zweifache Mutter vorgeplant: Familiär und beruflich hatte sie sich fünf Wochen ausgeklinkt, um sich auf den Weg nach Santiago de Compostella zu machen. Rund 1000 Kilometer habe sie auf dem Jacobsweg absolviert, erzählt sie nicht ohne Stolz. Und weder Familie noch Geschäft seien deshalb auf der Strecke geblieben.

Auch der Weg in die Schaltzentrale des Rathauses ist nicht einfach. Dazu muss sie erst die Wähler auf ihre Seite bringen. Mit den Themen Gewerbe- und Verkehrspolitik sowie Wohnbau beispielsweise. Weniger Flächenverbrauch und dafür gute Arbeitsplätze, das ist ihre Idealvorstellung von Gewerbepolitik.

Leidenschaft: Die Jagd

In punkto Sozialer Wohnbau geht Schmauser-Nutz mit ihren Kolleginnen und Kollegen von den Freien Wählern konform und schiebt noch eine Schippe nach. Um keine Ghettobildung zu bewirken, sei es besser, nicht alle Bedürftigen in einem Haus unterzubringen, wie es der Stadtrat im Neubaugebiet "Dorotheenhöhe" plant. Generell plädiert sie für Mehrgenerationenhäuser, also Jung und Alt unter einem Dach.

Ob Ziel- oder Quellverkehr die Stadt zur Rushhour verstopft oder ob es Pendler von Gemeinden weiter im Süden sind: In dieser Hinsicht erwarte sie sich Auskünfte vom Verkehrsgutachten, dessen Ergebnisse allerdings nicht mehr vor der Wahl erscheinen. Unter Umständen könnte auch eine Umgehung wieder Thema werden.

Wenn Schmauser-Nutz, die nicht gern als "Steffi" betitelt wird, entspannen will, frönt sie ihrer Leidenschaft, der Jagd. Sie sei gerne im Wald, denn: "Ich bin ein Naturkind."

HARRY RÖDEL E-Mail

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