"Interessante Erkenntnisse"

Adelsdorf arbeitet an einem Verkehrskonzept

8.3.2022, 05:55 Uhr
Allein das neue Baugebiet auf dem ehemaligen Aldi-Gelände beschert der Gemeinde Adelsdorf deutlich mehr Verkehr. Jetzt muss ein Verkehrskonzept her.

 

© Julian Stratenschulte/dpa, NNZ Allein das neue Baugebiet auf dem ehemaligen Aldi-Gelände beschert der Gemeinde Adelsdorf deutlich mehr Verkehr. Jetzt muss ein Verkehrskonzept her.  

Die Planer des Münchner Büros „Stadt-Land-Verkehr“ machten sich über Monate hinweg viel Arbeit und ermittelten die Verkehrsströme in der Gemeinde. Es entstand eine rund 80 Seiten starke Expertise, die Grundlage für weiteres Handeln sein soll.

Adelsdorf ließ schon im Vorfeld der Bebauung des neuen Wohngebietes „Reuthsee“, vom Investor auch „SeeSide“ genannt, von vielen freiwilligen Helfern und durch Unterstützung der Polizei umfangreiche Verkehrserhebungen durchführen.

Mehr Verkehr erwartet

Der neue „Stadtteil“ am ehemaligen Betriebsgelände von „Aldi“, der nun mit rund 560 Wohneinheiten ziemlich fertig bebaut ist, bringt Tausende mehr Autos auf die Adelsdorfer Straßen, weshalb im Juli 2021 erneut eine Verkehrserhebung stattfand, vor allem vor dem Hintergrund der geplanten Oberdorf-Sanierung, aber auch, um Verkehrsströme besser leiten zu können.

Das Münchner Büro untersuchte das Stellplatzangebot, die Straßenklassifikationen, den ruhenden und fließenden Verkehr, den Verkehrslärm, die Radwege und natürlich auch den Ziel- und Quellverkehr.

Überraschende Zahlen

„Das ist schon erstaunlich“, so CSU-Fraktionssprecher Uwe Pöschl, dass die Aischer Straße täglich von 3500 bis 4000 Fahrzeugen befahren werde, die sich hin zur B470 durch die Ortschaft schlängeln. Da müsse man sich zwangsweise Gedanken machen, was da getan werden könne.

„Das ist schon richtig so, dass ein solches Verkehrskonzept gemacht wurde“, sagte Jörg Bubel (SPD), nun seien „konkrete Maßnahmen nötig“. Insbesondere müssten die Schlesierstraße, die Bahnhofstraße und die Schafgasse gründlich unter die Lupe genommen werden, um dort eine nachhaltige Verkehrsminderung hinzubekommen.

Wie Bürgermeister Fischkal mitteilte, findet am 18. März, um 17 Uhr in der Aischgrundhalle ein weiterer Bürgerdialog statt.

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