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Sonntag, 22.09.2019

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Adelsdorf: Auch Rektorin hatte ersten Schultag

Christina Nöth hat sich bewusst für eine Schule "auf dem Land" entschieden und fühlt sich hier schon wohl. - 11.09.2019 06:30 Uhr

Für die Familien der Erstklässler war in Adelsdorf ein Kuchenbüfett aufgebaut. Doch nicht nur sie sind neu an der Schule, sondern auch die Rektorin Christina Nöth. © Katrin Bayer


Aber auch für Lehrer kann dieser Tag ein ganz besonderer sein – für Christina Nöth etwa, die neue Rektorin der Adelsdorfer Grundschule. Sie arbeitet zwar schon seit Ende August in der Schule, leitete auch schon eine Lehrerkonferenz. Doch richtig mit Leben gefüllt war das große Gebäude eben erst gestern.

Nöth folgt Sieglinde Gröger auf dem Posten der Schulleiterin nach. Vorher war sie Konrektorin an der Hermann-Hedenus-Grundschule in Erlangen. "Ich habe mich jetzt aber bewusst für eine Stelle auf dem Land entschieden", sagt die Pädagogin, die auch in Erlangen wohnt. Denn sie habe bis jetzt immer in Städten gearbeitet, nun sollte es etwas ganz Neues sein.

In Adelsdorf ist sie für ihre Mitarbeiter und für die Jungen und Mädchen in 15 Grundschulklassen verantwortlich. Die Schülerzahlen steigen, was an den Neubaugebieten in der großen Gemeinde liegt. Vier der Klassen – jeweils eine pro Jahrgangsstufe – werden derzeit im "gebundenen Ganztag" unterrichtet.

Nöth, die als Rektorin zwar unterrichten, aber keine Klassenleitung haben wird, nennt sich selbst eine "Verfechterin des Ganztags". Auch wenn sie betont, dass sie die Halbtags- und Ganztagsschule als gleichwertige Konzepte sieht.

Doch seien die Differenzierungsstunden, die in der gebundenen Ganztagsschule vorgesehen sind, "ein Geschenk". Hier könne man Schüler individuell fördern. Also etwas schwächeren Jungen und Mädchen verstärkt unter die Arme greifen oder starken Schülern auch mal "mehr geistiges Futter bieten".

Trend wird zunehmen

Sie persönlich geht davon aus, dass der Trend in den nächsten Jahren noch mehr in Richtung Ganztagsbetreuung gehen wird. Ein Grund von vielen dafür seien die gesellschaftlichen Veränderungen, denen man begegnen müsse.

Umringt war Nöth bei ihrer Schulleiterinnen-Premiere gestern von 100 Erstkässlern, die aufgeregt mit ihren Familien in die Grundschule gekommen waren. Sie werden in vier Klassen unterrichtet werden.

Christina Nöth versicherte derweil, dass sie sich schon jetzt wohl an der Schule fühlt: "Auch wenn für mich alles noch spannend ist und ich mir noch viele neue Namen merken muss." Für sie gelte es, nun erst mal in Adelsdorf anzukommen, die Kollegen, Kinder, Kooperationspartner und Abläufe kennenzulernen und dann gemeinsam mit dem Lehrerkollegium und allen anderen Beteiligten die Schule auch weiterzuentwickeln. 

KATRIN BAYER

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