Adelsdorf: "Flut von Anträgen" im Gemeinderat

28.4.2021, 12:00 Uhr
Dieser Aktenschrank ist nicht etwa voll mit Anträgen, die für den Adelsdorfer Gemeinderat eingegangen sind. Es handelt sich vielmehr um ein Symbolbild.

Dieser Aktenschrank ist nicht etwa voll mit Anträgen, die für den Adelsdorfer Gemeinderat eingegangen sind. Es handelt sich vielmehr um ein Symbolbild. © Foto: Jens Kalaene/dpa

Deshalb hat er für die kommende Sitzung am Mittwoch Zahlen zusammengestellt, die diese Entwicklung aufzeigen. Die Verwaltung zieht darin einen Vergleich für die beiden Wahljahre 2014 und 2020: Die Anzahl ist von fünf auf 59 gestiegen.


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Im Jahr 2019 gab es elf Anträge an den Adelsdorfer Gemeinderat, bis April dieses Jahres bereits 17. Der Bürgermeister betont: "Es ist natürlich ein legitimes Recht jedes Gemeinderatsmitglieds, Anträge zu stellen." Anfragen, Anregungen und Ideen seien willkommen.

Kapazitätsgrenze erreicht

Die aktuelle Geschäftsordnung für den Gemeinderat Adelsdorf sieht vor, dass der Bürgermeister rechtzeitig eingegangene Anträge von Gemeinderatsmitgliedern möglichst auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung stellt. Ist dies nicht möglich, muss es laut Paragraf 20 spätestens nach drei Monaten erfolgen.

Karsten Fischkal möchte, wie er in der Beschlussvorlage betont, dass Anträge "in gewohnter Weise zügig und vollständig abgearbeitet werden können". Die Kapazitätsgrenze allerdings sei erreicht, sagt er, nicht nur für ihn – sondern auch für seine Mitarbeiter in der Verwaltung.

Deshalb schlägt der Freie Wähler jetzt vor, eine weitere Teilzeitstelle zur Bearbeitung der Angelegenheiten des Gemeinderats im Haushalt vorzusehen. Das ist angesichts klammer Kassen in Adelsdorf natürlich ein Schritt, der vermutlich für Diskussionen sorgen wird in der Sitzung am Mittwochabend um 18.30 Uhr in der Aischgrundhalle.

"Aber ohne eine Unterstützungskraft kommen wir zeitlich nicht mehr hin, wenn die Flut der Anträge nicht etwas abebbt", meint Karsten Fischkal.

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