Dienstag, 19.01.2021

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Adelsdorfer Firma will digitales Schulleben erleichtern

Virtuelles Angebot firmiert unter dem Markenname "Fimago". - 18.05.2020 12:00 Uhr

Machen ein Angebot für Lehrer und Schüler: Horst Kutzner-Rexin (l.) und Daniel Breitenstein von Rexincom aus Adelsdorf.

17.05.2020 © Foto: Matthias Kronau


"Wie ein Chefkoch seine Zutaten auswählt, konnten wir dabei auf bewährte Bausteine setzen aus bestehenden Anwendungen", erklärt der 46-jährige Geschäftsführer.

Als Kutzner-Rexin und sein Team zu Beginn der Corona-Beschränkungen realisierten, "dass es keinen digitalen gesicherten und organisierten Austausch von täglicher Schulkorrespondenz gibt", hätten sie innerhalb von vier Wochen unter dem Markenname "fimago" eine Cloud auf das tägliche digitale Schulleben abgestimmt. Diese Datenwolke funktioniert in etwa wie ein virtuelles Schulgebäude – Schulleiter, Lehrer und Schüler bekommen eigene Zugänge, unter denen sie ihre Aufgaben und Ergebnisse ablegen können. Dies lässt sich auch zeitlich nach Schulstunden und Fächern staffeln. Wer miteinander sprechen möchte, kann das per Chat oder Videokonferenz tun – geplant oder spontan.

Im Prinzip möchten die Adelsdorfer Programmierer damit alles in einer Hand lassen, damit nicht jeder Pädagoge auf verschiedene Programme setzt. Oder wie Kutzner-Rexin es formuliert: "Wir stellen nun alle Funktionalitäten in einer Plattform auf deutschen Servern, nach deutschen Datenschutzrecht, nach angemeldeten und genehmigten Diensten, gemeldet bei der Bundesnetzagentur, und nach dem Telekommunikationsgesetz." Seit 2009 setzt die Rexincom GmbH nach eigenen Angaben auf abhörsichere Videotelefonie mit entsprechenden Hard- und Softwarekomponenten. Hinzu gekommen seien webbasierte Software-Anwendungen für die digitale Kommunikation.

"Wir arbeiten zusammen mit Banken und Kommunen, ermöglichen einen digitalen Austausch von Dokumenten und zum Beispiel das Signieren von Verträgen über ein sicheres System per SMS", erklärt Kutzner-Rexin.

Das neue Angebot "fimago" befindet sich noch in den Kinderschuhen. Vier Schulen im Raum Bamberg arbeiten bereits kostenfrei mit der Open-Source-Software. Mindestens 16 weitere hätten Interesse angemeldet, sagt der Geschäftsführer. Während der Corona-Krise bleibt die Nutzung gratis, dann kostet sie voraussichtlich 89 Cent pro Monat und Schüler.

cf

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