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Adidas: Arbeitsumfeld der Zukunft im "Halftime"

Firma baute neues Event- und Restaurantgebäude auf der World of Sports - 13.10.2018 10:44 Uhr

Blick in die große Halle von "Halftime", ein Event- Besprechungs- und Restaurantgebäude nach modernsten Energiestandars. © Jürgen Petzoldt


Als Kasper Rorsted, der Vorstandsvorsitzende von Adidas und Biathletin Magdalena Neuner den Buzzer drückten und der Vorhang für das "Halftime" fiel, ging ein bewunderndes Raunen der zahlreichen Eröffnungsgäste durch den Raum: Blick auf einen künstlichen See, linker Hand durch die Glasfassade ist das Arena zu sehen, noch umrundet von Baufahrzeugen. Halftime ist ein Gebäude, das Restaurants mit allen erdenklichen Angeboten fasst: Von Vegan bis zur Currywurst an fünf verschiedenen Food Theken. Berater war Holger Stromberg, bis 2017 Koch der Deutschen Fußballnationalmannschaft.

Die "Eröffnungscrew" mit Kasper Rorsted, CEO von Adidas (v.l.), Projektmanager Christian Dzieia, Biathletin Magdalena Neuner, Jens May, weltweit für Arbeitsplätze von Adidas zuständig, Karen Parkin (Personal) und Dan Stubbergaard vom Architekturbüro Cobe. © Jürgen Petzoldt


Ferner umfasst das offene Gebäude auf verschiedenen Ebenen zwölf Besprechungsräume, die bei der Einrichtung Sportarten zitieren: Schwimmen, Skifahren, auch Adi Dasslers Schusterwerkstatt, eine Umkleidekabine wie im Fußballstadion.

Eine flexible Multifunktionshalle, die ebenfalls Teil des Gebäudes ist, bietet Platz für Veranstaltungen mit bis zu 1500 Mitarbeitern. Ein "Pavillon im Grünen" mit versteckten Wintergärten und transparenten Lichtschächten - ein Drittel der Dachfläche besteht aus Glas - ermöglicht ein Zusammenspiel von Natur und Sport.

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Eröffnung: Außergewöhnliches Arbeitsumfeld im Adidas "Halftime"

Mit dem neuen Workshop-, Event- und Restaurantgebäude "Halftime" hat der Sportartikelhersteller Adidas ein neues, außergewöhnliches und innovatives Arbeitsumfeld für seine Mitarbeiter geschaffen. Modernes Design, Funktionalität und Erholungsmöglichkeiten werden hier vereint.


Für sonnige Tage gibt es eine Terrasse direkt am See. Dieser dient gleichzeitig auch zur Kühlung des Gebäudes. Das Gebäude befindet sich momentan in der international anerkannten LEED Zertifizierung und strebt die Qualitätsstufe Gold für ökologisch extrem leistungsstarke Gebäude an. 5729 Mitarbeiter sind aktuell bei adidas in Herzogenaurach beschäftigt, teils am Gründungsstandort, teils in der Bamberger Straße.

"Arbeitsplätze der Zukunft"

Ziel ist es, sie alle auf der World of Sports zusammenzufassen. Raum dafür soll das "Arena" bieten, das auffällige futuristische Gebäude auf Stelzen, das im April 2019 fertig sein wird. 2000 Mitarbeiter sollen darin unterkommen. In "Arena" werden auch die Vorstandsbüros untergebracht. Der Haupteingang von Adidas wird dann nach Osten verlegt.

Kreative Besprechungsräume in den unterschiedlichsten Designs: Hier eine „Schusterstube“ mit dem berühmten Adi-Dassler-Bild stirnseitig.


Voraussetzung dafür ist "Halftime". Bei der Grundsteinlegung für den "Campus Süd" im Juli 2016 waren Baukosten von 350 Millionen Euro veranschlagt worden. Aktuelle Zahlen nannte der Konzern nicht. "Halftime" stellte gewissermaßen die Voraussetzung für "Arena" dar. Auf 14 000 Quadratmetern wurde nach Plänen von Cobe Architekten aus Dänemark in einem kreativen Ringen ein Gebäude entworfen, das Nachhaltigkeit und Energieeffizienz entspricht, das "keinen Primärenergiebedarf" aufweist, wie Adidas-Projektmanager Christian Dzieia erläuterte. Er und Dan Stubbergaard vom dänischen Büros Cobe, ebenso Jens May von Adidas, der global für Arbeitsplätze zuständig ist, sahen "die Arbeitsplätze der Zukunft" verwirklicht: mobil, flexibel. "Große Stars werden immer teurer", scherzte Kasper Rorsted: "So mussten wir dieses Gebäude eröffnen, um Magdalena wieder zu holen."

Adidas Designer und Cob Architekten haben gemeinsam einen Schuh, "AM4COBE", für die Eröffnung designt. Der auf 325 Paar limitierte Schuh ist angelehnt an das Design des Gebäudes und wurde in der Speedfactory in Ansbach hergestellt. adidas beschäftigt zurzeit 58.000 Mitarbeiter weltweit. Im Jahr 2017 wurde ein Umsatz von 21,218 Milliarden Euro generiert.

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Edith Kern-Miereisz

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