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Alligators kämpfen, machen aber keine Beute

Der Höchstadter EC zeigt beim 1:4 gegen den SC Rießersee leichte Fortschritte und hält spielerisch mit, nur das Toreschießen bleibt ein Problem. - 08.12.2019 21:11 Uhr

Auch das war kein Tor für die Alligators : Routinier Vitalij Aab scheitert in dieser Szene an SCR-Goalie Daniel Allavena.


Ob das an den neuen Weihnachtstrikots lag? Denn prompt legte der HEC ein ordentliches erstes Drittel hin, schien dem oberbayerischen Traditionsverein eigentlich nicht unterlegen zu sein.

Woran es hapert, sah man dennoch schon wieder in der Anfangsphase: Doppelte Überzahl hatten die Alligators nach zwei Strafen gegen Rießersee, doch in diesen eineinhalb Minuten gelang bis auf einen Schuss von Anton Seewald wenig. Zu ängstlich, unsicher und ohne Durchschlagskraft nach einer Serie von höchst torarmen Spielen. Und zunächst niemand in Sicht, der den "Bock" umstoßen könnte.

Auf der anderen Seite fiel das Führungstor dann fast aus dem Nichts, als Florian Vollmer HEC-Goalie Benni Dirksen überrumpelte. Danach waren die Höchstadter wieder kurzzeitig aus dem Konzept gebracht - und erneut schlug die starke erste SCR-Reihe. Sogar in der gleichen Abfolge mit Vollmer als Vollstrecker. So ging es mit einem 0:2 in die erste Pause.

Wie schnell in einer Mannschaftssportart die Stimmung kippen kann, war dann nach Wiederbeginn zu sehen: Die Alligators verteidigten zunächst clever in einer Untertahlsituation, überstanden diese und griffen nun erstmals wirklich zielstrebig an. Dass das 1:2 durch Max Cejka, einen Verteidiger, fiel, war fast bezeichnend.

Aber egal: Plötzlich schien der Knoten geplatzt zu sein. Auf einmal wussten die HEC-Spieler wieder, wie man sich Chancen erspielt. Nämlich mit Tempo, Mut und Entschlossenheit. Mehrfach fehlten nur Zentimeter oder das Quentchen Glück zum Ausgleich. Vitabilj Aaa, Thilo Grau und Anton Seewald hätten es direkt im Anschluss richten können, das Außennetz und der nicht immer sicher wirkende Rießenseer Schlussmann Daniel Allavena waren Endstation der Bemühungen.

Und wie das so ist bei einem Schlusslicht: Hat man kein Glück, kommt auch noch Pech dazu. Bei der ersten wirklich nennenswerten Szene der Gäste im zweiten Drittel zog – wer sonst? – Vollmer einfach mal ab. Dirksen war offenbar die Sicht bverdeckt, jedenfalls schlug die Scheibe zum 1:3 ein. Wie im ersten Drittel folgte gegen die verunsicherten Alligators ein Doppelpack. In Überzahl war Vollmer diesmal "nur" Vorbereiter, der Finne Eetu-Ville Arkiomaa staubte ab zum 4:1.

Positiv: Der HEC brach nciht ein, obwohl man auf Förderlizenzspieler aus Ingolstadt gänzlich verzichten musste und fünf weitere Akteure weiter gesundheitsbedingt ausfielen, soi dass man nur zwei Verteidiger-Duos aufbieten konnte.

Bis zum Schluss bemühte man sich um Ergebniskosmetik, doch weder Vitalij Aab noch Jari Neugebauer noch belohnten ihr Team für eine zumindest engagierte Leistung. Jetzt muss man die spielerischen Fortschritte sinnvoellerweise auch einmal in Zählbares ummünzen.

HOLGER PETER

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