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Alligators kassieren zweistellige Klatsche

Mit 3:11 in Sonthofen ein Debakel erlebt - 23.11.2018 22:42 Uhr

Philipp „Fipsi“ Schnierstein hatte nach vier Gegentreffern im ersten Drittel genug und ging für Carsten Metz vom Eis, fürden es dann noch dicker kam. © Foto: Hahn


Geschwächt waren die Höchstadter ins Allgäu gereist. Es fehlten André Lenk, Deske, Kreuzer, Babinsky, Sikorski, Hechtl und Mikesz.

Die neuen Reihen mussten sich also erst orientieren. Und überließen den Sonthofenern die Initiative. Schon in der ersten Minute musste Philipp Schnierstein, der Torhüter des HEC in dieser Partie, den ersten Schuss der Allgäuer parieren. Nach vier Minuten und 18 Sekunden konnte er dies nicht: Die Alligators lagen zurück. Max Oswald markierte das 1:0 für die Hausherren. Und gleich darauf hätten die Hausherren beinahe nachgelegt.

HEC schlägt zurück

Aber die Höchstadter schlugen zurück. Keine zwei Minuten später und durch den Kapitän selbst. Martin Vojcak glich in der siebten Minute aus. Michael Cejka hatte den Angriff nach vorgetragen. Im Gestochere vor dem Sonthofener Tor gelang es Vojcak, im richtigen Moment abzuziehen.

Im Unterzahlspiel zeigten sich die Alligators gewohnt clever. Als Vitalj Aab wegen Hakens auf der Strafbank saß verhielten sich die Hausherren viel zu passiv, um die Defensive des HEC zu gefährden.

Aber nach elf Spielminuten setzten die die Bulls doch den nächsten Treffer. Verteidiger Lukas Slavetinsky wurde von Šinagl und Noack zum 2:1 bedient. Sonthofen hatte nun das Heft in der Hand. Der HEC konnte nicht verhindern, dass die Hausherren Angriff auf Angriff setzten. Mit Erfolg: In der 16. Minute traf Leon Kittel auf Vorlage von Franz Mangold zum 3:1, in der 18. Minute fiel gar das 4:1 durch Fabian Voit nach Assist von Mangold und Kittel.

Metz kommt ins Tor

Im Stadion der Bulls, das mit seiner Atmosphäre und den Holztribünen an Bayernliga-Zeiten erinnerte, ging auch das zweite Drittel weiter, wie das erste aufgehört hatte: mit einem HEC, der einfach nicht zu seiner Form fand. Trainer Martin Ekrt hatte schon vorher mit einer Auszeit reagiert und den Torhüter ausgewechselt. Carsten Metz löste Schnierstein in dem wahrlich heißen Kasten ab.

Das Desaster nahm auch im zweiten Durchgang seinen Lauf. Es zeigte sich, dass auch ein breit aufgestellter Kader, wie der des HEC so viele Ausfälle nicht verkraften kann. Obendrein musste schon nach einer MInute im zweiten Drittel Richard Stütz für den Rest der Partie vom Eis. Er hat eine Gehirnerschütterung erlitten.

Über fünf MInuten dauerte das Drittel, bis der HEC endlich zu einer Torchance kam. Vitalj Aab konnte sie aber nicht nutzen.

Im Gegenteil: Auch durch Strafzeiten wurde das Höchstadter Personal auf dem Eis dezimiert. Marc Roth wurde wegen hohen Stocks in die Eisbox geschickt, und weil er gegen die Entscheidung meckerte, folgte Thilo Grau ihm auf dem Fuß.

Prompt erhöhten die Gastgeber in der 9. Minute des zweiten Drittels im Power Play auf 5:1. Diesmal vollstreckte Michel Maaßen auf Vorlage von Daniel Rau und Jonas Schlenker.

In der 31. Spielminute nutzten die Alligators ihrerseit eine Überzahl-Situation, um das Zwischenergebnis etwas freundlicher zu gestalten. Ondrej Nedved verkürzte auf Zuspiel von Michael Cejka auf 2:5 aus Sicht der Höchstadter.

Jetzt begannen die Alligators endlich damit, ihr gewohntes Eishockey zu spielen. Dennoch sollten noch zwei Gegentore bis zur Pause fallen: In der 14. Minute schlug wieder Franz Mangold zu, den Jaden Schubert eingesetzt hatte, und 15 Sekunden nach dem Bulli klapperte es erneut im Kasten von Carsten Metz. Diemsal war es Sonthofens Verteidiger-Kapitän Vladimir Kameš.

Eine Überzahl kurz vor Drittelende konnte der HEC trotz mehrerer Versuche durch Aab und Petrak nicht verwerten. So hieß es 7:2 für die Hausherren vor dem letzten Durchgang.

Debakel im Schlussdrittel

Mit Ondrej Nedved stand ja nur noch ein erfahrener HEC-Verteidiger auf dem Eis. Und so gingen die Höchstadter im letzten Durchgang vollends unter. Gute eineinhalb Minuten nach Wiederbeginn traf Lukas Slavetinsky zum 8:2. In der 54. Minute war es dann Petr Šinagl, der das 9:2 markierte. Eine Minute später wurde es zweistellig 10:2 hieß es abermals durch Slavetinsky.

Die jungen Höchstadter Verteidiger wurden jetzt regelrecht überrannt. In der 52. Minute erhöhte Rau auf 11:2. Immerhin konnte Routinier Ondrej Nedved doch noch sein zweites Tor machen, knapp zwei Minuten, bevor die Sirene dem HEC-Drama ein Ende setzte.  

cah/rg

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