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Alligators: Petraks Platzverweis als Knackpunkt

HEC hält in Peiting anfangs gut mit, verliert dann aber den Starstürmer und am Ende deutlich - 11.10.2019 22:17 Uhr

Die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Michal Petrak (rechts) war für die Alligators in Peiting der Anfang vom Ende. © Foto: Thomas Hahn


Sowohl der Ausfall des Topangreifers, der auch im Heimspiel am Sonntag gegen Spitzenreiter Deggendorfer SC automatisch gesperrt ist, als auch die folgenden fünf Minuten in Unterzahl waren für den Außenseiter in diesem Spiel der Eishockey-Oberliga nicht zu verkraften.

Bis dahin hatte es nur 1:2 gestanden, der Höchstadter EC hatte sich teuer verkauft beim Oberligasechsten, der mit seinem Topscorer Ty Morris und dem Verteidiger Andreas Feuerecker ebenfalls zwei wichtige Akteure ersetzen musste. Bei den Alligators fehlten der verletzte Adam Suchomer und der erkrankte Thilo Grau.

Das Spiel beginnt eigentlich ausgeglichen, doch dann führen zwei Zeitstrafen in kurzer Folge gegen Felix Ribarik und Florian Seelmann für viel Platz auf dem Eis, den der EC Peiting zur Führung nutzt. Ärgerlich: Der Niederländer Nardo Nagtzaam trifft just in dem Moment zum 1:0, als Ribarik wieder aufs Eis eilt.

Doch die Gäste lassen sich davon nicht beeindrucken. Jari Neugebauer startet einen entschlossenen Alleingang und schließt diesen mit so viel Schwung zum Ausgleich ab, dass er anschließend schmerzhaft in der Bande einschlägt, aber immerhin zunächst angeschlagen weiterspielen kann. Später muss er doch passen, für die beiden Stammspieler kommen Philipp Seelmann und Youngster Jonas Bokelberg zum Einsatz.

Wieder Nagtzaam besorgt das Peitinger 2:1, ehe kurz vor der ersten Pausensirene der Knackpunkt folgt. HEC-Pressesprecherin Caroline Hauke schildert die Szene folgendermaßen: "Petrak ist mit einem Gegner zusammengekracht; ich würde sagen, er hat ihn gar nicht kommen sehen. Es gab aber Blut auf dem Eis und daher die Spieldauerdisziplinarstrafe. Das lässt die Chance, sich vielleicht gegen Peiting zu behaupten, in weite Ferne rücken."

Diese Prognose erfüllt sich. Denn in der langen Unterzahl nach dem Seitenwechsel markierte Peitings Kapitän Simon Maier das 3:1, Das 4:1 durch Lukas Gohlke – erneut im Peitinger Powerplay – ist schon die Entscheidung. 2:33 Strafminuten zu diesem Zeitpunkt sprechen eine überdeutliche Sprache – so kann man kein Spiel gewinnen.

Im Schlussdrittel passierte nichts Wesentliches mehr. Immerhin kam der HEC noch zu einem zweiten Tor (Peiting traf in der gleichen Periode zweimal) und der 18-jährige Jonas Bokelberg kam zu seinem ersten Scorerpunkt in der Oberliga als er den Puck zum mitlaufenden Kapitän Martin Vojcak durchsteckte, der halb im Flug zum zwischenzeitlichen 2:5 traf.

cah/hp

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