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Samstag, 30.05.2020

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Amazon-Verteilzentrum kommt wohl 2021

Online-Gigant und Immobilienentwickler freuen sich über Planungssicherheit in Pommersfelden. - 07.04.2020

Unter anderem mit diesen Transparenten hatte die Bürgerinitiative in Pommersfelden gegen die Pläne für ein Amazon-Verteilzentrum mobil gemacht. Jetzt werden sie wieder abgebaut. © Foto: Clauida Freilinger


Sönke Kewitz kann also durchatmen. Er ist Geschäftsführer des Immobilienentwickler P3 Logistic Parks Deutschland, der das 5600 Quadratmeter große Gebäude plant und baut, damit Amazon es dann nutzen kann. Die Firma ist "mit einer knapp unter siebenstelligen Summe" in Vorleistung gegangen. Das sei das normale Risiko eines Developers, meint Kewitz.

Er macht aber auch keinen Hehl daraus, dass eine Last von ihm abfällt. "Ich habe auch persönlich schon sehr viel Arbeit und Einsatz reingesteckt", betont der Geschäftsführer von P3, der mit Amazon noch drei weitere ähnliche Immobilien deutschlandweit plant. Kewitz ist davon überzeugt, dass die Entscheidung "positiv ist für die ganze Region". Auch die Nachbarn in Limbach würden bald merken, "dass wir zu unseren Aussagen stehen und sich ihre Ängste und Sorgen am Ende zerstreuen."

Die Firma stehe jetzt "Gewehr bei Fuß". Das heißt der Bauantrag ist fertig und unter normalen Umständen würde Kewitz mit einer Eröffnung des Gewerbebetriebs zum Anfang des zweiten Quartals 2021 rechnen. Durch die besonderen Umstände der Corona-Krise sei aber derzeit nicht absehbar, ob der Zeitrahmen realistisch ist. P3 Logistics möchte sich in den nächsten Tagen noch in Briefform beim Gemeinderat bedanken.

Mit Atemmasken und Gummihandschuhen zählen Wahlhelfer am Sonntag beim Bürgerentscheid die Briefwahlunterlagen aus.


"Wir müssen das Ergebnis jetzt so schlucken", sagt Roland Seubert, Sprecher der Bürgerinitiative, die gegen das Verteilzentrum mobil gemacht hatte. Der Bürgerentscheid sei ja eine demokratische Entscheidung gewesen. In einem Jahr werde sich zeigen, ob es eine gute war.

Amazon-Sprecher Stephan Eichenseher ist natürlich davon überzeugt, dass die Pommersfeldener richtig entschieden habe. "Für uns ist es ein Wunschergebnis, weil wir jetzt Planungssicherheit haben", sagt er. Konkret denkt er dabei an die Innenausstattung für das Gebäude. Beispielsweise geht es jetzt darum, Fördertechnik zu bestellen. Ein nächster Schritt sei dann die detaillierte Personalplanung und -werbung.

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cf

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