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Aus für fränkischen Swinger-Club: Landratsamt verbietet Sextreffs

Fall sorgte für Aufsehen in der kompletten Region - 06.02.2020 13:33 Uhr

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Der Betreiber des geplanten Swingerclubs glaubt weiterhin an die Zukunft des Sextreffs im Forstacker. Sein Vermieter sei in Kontakt mit dem Landratsamt und habe einen angeforderten Mietvertrag vorgelegt. Die Sprecherin der Behörde, Hannah Reuter-Özer, kann das zwar bestätigen, weist allerdings daraufhin, dass weitere Unterlagen für den Antrag auf Nutzungsänderung noch fehlen.

"Wir werden alle Maßnahmen erfüllen", meint Goran Balic in der Sendung Guten Abend Franken im Frankenfernsehen, "so dass am Schluss nur noch das Moralische übrig bleibt. Und dann müssen wir halt gucken."


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Das Landratsamt hat ein Verfahren zur Nutzungsuntersagung eingeleitet, nachdem die Polizei am vergangenen Samstag eine Swingerparty im Gebäude am Forstacker aufgelöst hatte, weil keine Genehmigung vorlag. Inzwischen ist ein Bescheid ergangen, dass in dem Etablissement überhaupt keine Veranstaltung mehr stattfinden darf - auch keine Privatparty.

Bei dem Polizeieinsatz am Samstag seien acht Beamten in den Swingerclub gestürmt, berichtet Balic im Frankenfernsehen und hätten Besucher der Party fotografiert, die sich gerade "sexuell vergnügt" hätten. "Sie konnten sich noch nicht einmal ihren Schambereich abdecken", meint der Betreiber. Es sei eine private Party gewesen, Eintritt habe er nur für die Unkosten verlangt. Außerdem hätten ausschließlich Personen teilgenommen, die ihm bekannt sind.

"Es sind wirklich nur eine Hand voll Nachbarn, die dagegen sind", sagt Balic. Sehr viele seien dafür und auch im Internet werde viel Unterstützung laut. "Manche denken hier verkehren lauter Sexualtriebtäter. Dem ist nicht so.", betont er. Trotzdem darf er jetzt erstmal keine Veranstaltungen durchführen, bis er einen Antrag auf Nutzungsänderung stellt. "Diese Möglichkeit hat er nach wie vor", sagt Hannah Reuter-Özer.


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Die Online-Petition gegen die Eröffnung des Clubs hat aktuell 243 Unterstützer, 131 in Röttenbach. Am Freitag läuft sie aus, heute ist also der letzte Tag zum Unterschreiben. Das Quorum von 195 Unterstützern, das nötig ist, damit von den zuständigen Entscheidungstragenden eine Stellungnahme eingefordert wird, ist damit noch nicht erfüllt. Das ist aber auch eigentlich nicht mehr nötig, denn der Gemeinderat hat sowieso schon signalisiert, dass er alles tun möchte, um eine Eröffnung des Swingerclubs zu verhindern. Auch auf der Plattform www.open-petition.de läuft eine kontroverse Diskussion über die Ansiedlung des Sextreffs. Die Argumente reichen von "Ein Swingerclub ist eine soziale Einrichtung genauso wie eine Gastronomie oder ein Sportverein" bis hin zu: "Man muss und soll auch nicht alles tolerieren, denn: Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein."

Der Artikel wurde am 06.02.2020 um 13.22 Uhr aktualisiert und um die Stellungnahme des Landratsamts ergänzt.

cf

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