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Mittwoch, 03.06.2020

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Autofahrer meistern das Klingenwiesen-Chaos

Herzogenauracher Bauausschuss verwirft Eingriffe in Verkehrsführung auf Fachmarktzentrums-Parkplatz - 23.05.2020 08:00 Uhr

Es gibt natürlich auch alternative Fahrzeuge, die auch mit den engsten Verhältnissen auf dem Fachmarkt-Parkplatz zurechtkommen. © Foto: Rainer Groh


Bei der Planung des Geschäftszentrums mit etlichen Läden, Lebensmittelmarkt und auch Hotel war der Stadtrat von der Stellplatz-Satzung abgewichen. Mehrheitlich, gegen Stimmen aus der CSU, beschloss er seinerzeit, zehn Prozent weniger Stellplätze zuzulassen als es die Satzung eigentlich gefordert hätte – des begrenzten Platzes wegen.

Nun hatte vor einigen Wochen die CSU gefordert, nach Lösungen für die "teilweise sehr chaotischen" Verkehrsverhältnisse auf dem Parkplatz, vor allem an seinen Aus- und Einfahrten zu suchen. Die CSU bittet im Antrag aufzuzeigen, wie man den Verkehr – gemeint sind Autos – flüssiger ein- und ausfahren lassen könnte.

Der Antrag konnte wegen der Corona-Maßnahmen erst am vergangenen Mittwoch behandelt werden, obwohl er schon Mitte März gestellt worden ist. In der Zwischenzeit, sagte Bürgermeister German Hacker (SPD), habe man sich aber die Lage schon angesehen, mit der Polizei, dem Architekten und natürlich mit Vertretern der Stadtverwaltung. Das Ergebnis fasste der städtische Verkehrsexperte Thomas Nehr zusammen: Es geht eigentlich nicht besser. Nehr räumte ein, dass es schon chaotisch aussehe, wenn der Parkplatz "Volllast" (Nehr) ausgesetzt sei. Aber das Chaos habe laut Aussage der Polizei noch zu keinem Unfall geführt. Arbeite man mit Sperren von Zufahrten oder mit Einbahn-Regelungen, schaffe man ja nicht weniger Autos, sondern nur noch weniger Platz zum Befahren bzw. Verlassen des Platzes. Und so, der Fachmann, Einbahnstraßen zeigen die Tendenz, dass sie schneller als Zweirichtungsstraßen befahren werden. So sei gerade die Enge der Parkplatz-Fahrwege Ursache, dass die Leute dort vorsichtig fahren und noch nichts passiert sei.

Höchstens Markierungen

Kurz, Nehr konnte höchstens empfehlen, die zweite Ein- und Ausfahrt an der Erlanger Straße mit Richtungspfeilen zu markieren, um etwas mehr Klarheit zu schaffen.

Christian Polster, Vertreter des Antragstellers CSU, respektierte die Expertenmeinung. Man habe Anfragen von Bürgern weitergegeben, und wenn die Verhältnisse nichts anderes zulassen, könne man nur die Lehre ziehen, bei künftigen Planungen besser zu sein. Polster verzichtete auf eine Abstimmung über den Antrag.

rg

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