Samstag, 28.11.2020

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Corona: Mobiles Arbeiten bei Adidas, Puma, Schaeffler

Homeoffice und Maskenpflicht sind die Mittel der Wahl - 29.10.2020 07:00 Uhr

Verwaiste Parkplätze bei Schaeffler in Herzogenaurach. Bereits seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr (da entstand dieses Foto) arbeitet ein Großteil der Schaeffler-Belegschaft im Homeoffice. Auch die Sportartikelunternehmen Adidas und Puma bieten ihren Mitarbeitenden diese Möglichkeit.

28.10.2020 © Archivfoto: Günter Distler


So hat Adidas die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tatsächlich in der Zentrale vor Ort arbeiten, inzwischen wieder auf "ein kleines Kernteam" reduziert, wie Pressesprecher Oliver Brüggen wissen lässt. Damit wolle man nicht nur die Kolleginnen und Kollegen schützen, sondern auch einen Beitrag zur Eindämmung des Virus leisten. Bei Adidas gelten laut Brüggen bereits seit Ausbruch der Pandemie Sonderregelungen, "die ein flexibles, den eigenen Bedürfnissen entsprechendes Arbeiten ermöglichen".

Bei Puma ist es ähnlich. Dort dürfen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon seit Jahren einen Tag pro Woche mobil arbeiten. "Derzeit ist es aufgrund der aktuellen Situation nach Absprache mit dem jeweiligen Vorgesetzten allerdings möglich, auch über einen längeren Zeitraum oder mehrere Tage pro Woche mobil zu arbeiten", gibt Robert Bartunek, Seniore Manager Corporate Communications, Auskunft.

20 bis 25 Prozent der Belegschaft

Im Prinzip sei das auch für jeden möglich, "außer die Funktion eignet sich nicht für mobiles Arbeiten". Bartunek nennt da beispielsweise Mitarbeiter in den Stores oder an der Rezeption. Momentan arbeiten im Schnitt täglich etwa 20 bis 25 Prozent der Belegschaft mobil.

Im gesamten Gebäude gilt laut Bartunek abseits des unmittelbaren Arbeitsplatzes eine strenge Maskenpflicht.

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In bayerischen Regionen mit hohen Corona-Zahlen gelten strikte Beschränkungen für private Kontakte. Zudem wird die Maskenpflicht in den betroffenen Städten und Landkreisen deutlich ausgeweitet. Das hat das Kabinett am 15. Oktober 2020 beschlossen und eine Woche später um eine weitere Warnstufe erweitert.


An COVID-19 erkrankte Mitarbeiter in Herzogenaurach habe es seit Beginn der Pandemie gegeben, allerdings "Einzelfälle, die sich alle außerhalb des Büros mit dem Virus infiziert haben." Trete ein solcher Fall auf, würden die Kontaktpersonen ermittelt, "die sich umgehend in Quarantäne begeben, bis ein negatives Testergebnis vorliegt".

Dies gelte ebenfalls bei privaten Kontakten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einer infizierten Person. Und: "Mitarbeiter, die von einer Reise zurückkehren, werden gebeten, sich zuerst testen zu lassen, bevor sie dann wieder ins Büro kommen."

Permanente Maskenpflicht

Auch Schaeffler ist die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden sehr wichtig. "Deshalb gilt derzeit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine permanente generelle Maskenpflicht am Arbeitsplatz, auf allen Wegen in Gebäuden und bei Besprechungen", erläutert die Leiterin Unternehmenskommunikation, Bettina Lichtenberg. Ohnehin arbeite ein Großteil der Mitarbeiter im Homeoffice, "sofern dies möglich ist".

Auch Dienstreisen seien natürlich "auf ein absolut notwendiges Minimum" beschränkt, Besprechungen würden überwiegend virtuell abgehalten.

Für alle Schaeffler-Standorte gibt es zudem einen Corona-Pandemieplan, in dem bestimmte Maßnahmen definiert sind, welche an den Standorten stufenweise vorbereitet und umgesetzt werden. "Unsere Krisenstäbe tagen regelmäßig auf lokaler, regionaler und globaler Ebene und bewerten die Lage entsprechend des aktuellen Infektionsgeschehens permanent neu", so Lichtenberg. "Das tun wir, um unsere Mitarbeitenden bestmöglich vor Ansteckung zu schützen und die Fortführung des Betriebs unserer Werke und Anlagen zu sichern."

jes

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