Samstag, 07.12.2019

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CSU Höchstadt: Der HEC soll mitzahlen

Fraktion befürwortet in einem Antrag den Neubau einer Eishalle - 02.12.2019 16:58 Uhr

Hier ist das Eishockey-Tor am Kieferndorfer Weg noch leer. Von einer möglichen neuen Eishalle erhofft sich der Höchstadter Eishockey-Club Vorteile, unter anderem neue Multifunktions- und VIP-Räume. Die CSU meint, der Verein solle deshalb für diese auch die Hauptlast bei den Kosten tragen. © Archivfoto: Thomas Hahn


Zum Beispiel möchten die Christsozialen die aktuellen Pläne abspecken. "Mit einer Bausumme von zirka 13,5 Millionen Euro wäre ein Neubau der Eishalle eines der größten, wenn nicht sogar das größte Bauprojekt der Stadt Höchstadt", meint Fraktionssprecher Alexander Schulz. Gleichzeitig stünden aber kurz- bis mittelfristig weitere dringend notwendige Millionenprojekte an. Um eine solide Finanzierung sicherzustellen, müssten die Kosten also im Rahmen bleiben.

"Daher beantrage ich im Namen der CSU-Fraktion, die Planungen für die Eishalle auf ein Besuchervolumen von 1200 Zuschauern auszulegen", schreibt Schulz. Diese Anzahl reiche für die Spiele des HEC aus. Derzeit, so Schulz, besuchen im Schnitt 500 bis 700 Zuschauer die Heimspiele. "Wenn dann ein Derby ansteht, ist vielleicht auch mal ausverkauft, aber auch große Fußballarenen richten sich nach den durchschnittlichen Besucherzahlen, nicht nach Spitzenspielen."

"Keine Träumereien"

Durch diese Größenbeschränkung möchte die CSU Kosten in Höhe von etwa 1 Million Euro einsparen, im Vergleich zur ersten Kalkulation. Die Fraktion stützt sich auf die vorliegenden Unterlagen aus dem Sanierungskonzept der Architekten Möller + Meyer.

Weil die Fachleute von einer Sanierung der Halle (Baujahr 1977) abraten, befürworten die Christsozialen "nach aktueller Faktenlage" den Neubau. "Aber wir brauchen keine Träumereien und Wahlkampfversprechen, die dann nicht gehalten werden", meint der Fraktionssprecher gegenüber unserer Zeitung.

Die Wünsche des HEC nach Multifunktions- beziehungsweise VIP-Räumen seien nachvollziehbar und für die Betreuung der Sponsoren ein wichtiger Baustein. "Auch die Notwendigkeit von Lagerräumen für Material- und Ausrüstungsgegenstände für den Verein ist unbestritten."

Hauptlast für den Verein

Der Bereich mit Multifunktions- und Lagerräumen sowie zusätzlichen Kabinen für die Mannschaft des HEC verursache allerdings Kosten in Höhe von etwa 800 000 Euro. "Wir beantragen, dass für diese Gebäudeteile ein Planungs- und Finanzierungskonzept aufgestellt wird, in dem der HEC die Hauptlast trägt", schreibt Alexander Schulz in seinem Antrag.

Zur Begründung: Auch andere Vereine in Höchstadt, wie beispielsweise die Schützengilde, der Tennisclub, die SpVgg Etzelskirchen, der ASV oder kürzlich der TSV, hätten ihre Vereinsheime selbst finanziert. Der Obst- und Gartenbauverein plane, in Kürze einen solchen Bau in Eigenregie zu realisieren.

Um weitere Gelder locker zu machen, beantragt die CSU, dass die Stadt "mit geeigneten Unternehmen Kontakt" aufnimmt", um zu klären, inwieweit ein Namenssponsoring möglich wäre.

Mitglieder des Sportausschusses sowie die Sprecher der Fraktionen im Stadtrat reisen am Mittwoch, 4. Dezember, nach Ilmenau, um sich dort die neu gebaute Eishalle anzuschauen.

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